Mittwoch, 26. Dezember 2012

Hirngespenster



Hirngespenster - Ivonne Keller
387 Seiten
ASIN: B00A4VEC9U
4,99 Euro

Klappentext:

Drei Frauen. Silvie, ihre Schwester Anna und Sabina.

Ein Unfall, der ihr Leben verändert.

Während Silvie vor der Entscheidung für ihren Liebhaber Jens und gegen ihren Mann Johannes steht, kämpft ihre Schwester Anna um ihren Verstand. Nur mit Pillen schafft sie es, den Alltag mit ihren drei Kindern einigermaßen zu überstehen. Silvie ist hin- und hergerissen: Soll sie Anna beistehen oder sich um ihr eigenes Glück kümmern? Das Schicksal kommt ihr zuvor und reißt sie mitten aus dem Leben. Als sie zu sich kommt, ist nichts mehr, wie es war. Warum kümmert sich Sabina, die Jugendliebe ihres Mannes Johannes, so liebevoll um sie? Warum kommen ihre Schwester Anna oder ihre Eltern niemals zu Besuch? Ist Anna etwa tot? Oder im Gefängnis? Und was ist aus Jens geworden?

»Gefühlvoll und ergreifend mit Augenzwinkern«

Meine Meinung:

Ich hatte das Glück, das Buch als Rezensionsexemplar lesen zu dürfen. Das Cover hat mir suggeriert, dass es sich um einen leicht zu lesenden typischen Frauenroman handelt. Dass die Autorin ihr Buch als spannenden Frauenroman mit Tiefgang und authentischen Figuren vorstellte, hatte ich wohl kurzzeitig vergessen.

Es geht um Silvie, Anna und Sabina, deren Leben eng aneinander geknüpft sind. Silvie und Anna sind Schwestern, allerdings wurde ihr zuvor gutes Verhältnis durch Annas Leukämieerkrankung in ihrer Jugend zerstört. Denn Anna glaubt, Silvie hätte ihr den Krebs eingepflanzt. Sabinas Rolle ist eine ganz andere, denn als Silvie und Johannes sich kennenlernten, stand Sabina zwischen ihnen, obwohl sie doch auch auf eine Art weit weg war. Das ändert sich im Laufe des Buches, denn schon zu Beginn lebt Silvie bei Johannes und der schwangeren Sabina.

Das Buch wird aus Sicht von Silvie erzählt, die auf eine ihr unbekannte Weise sich im Leben von Sabina und Johannes wiederfindet. Sie ist in ihrem Körper gefangen und kann sich so gut wie gar nicht verständlich machen. Sabina kümmert sich rührend um sie und auch Johannes ist immer für sie da. Silvie erzählt immer wieder Rückblicke aus ihrem Leben. Wie sie Johannes kennengelernt hat, ein Verhältnis mit Jens anfängt und schließlich zu ihm ziehen möchte. Sie erzählt auch von ihrer Schwester Anna, die es einfach nicht schafft, sich in ihrem Leben zurechtzufinden. Anna ist tablettenabhängig und  ihr Leben wird immer mehr zum Desaster. Sie kümmert sich nicht mehr um ihre Kinder und irgendwann auch nicht mehr um sich selbst. Bis sie eine Entscheidung trifft, die ihr letztendlich doch das Leben rettet.

Ich konnte das Buch vom ersten Moment nicht aus der Hand legen. Ich wollte eigentlich nur ein Stündchen lesen, war aber so gefesselt von Silvies Erzählungen, dass ich unbedingt wissen musste, was in dieser Familie bloß passiert ist. Sabina und Johannes reden über Silvie als wäre sie nicht da, sie betonen ständig, dass sie sowieso nichts versteht und der Leser weiß einfach nicht was das soll. Silvie kann normal denken, sie bekommt alles mit und macht sich auch ihre eigenen Gedanken zu allem. Sie kann nur nicht sagen, was sie beschäftigt. Die Figuren sind mir so sehr ans Herz gewachsen, dass ich das ein oder andere Mal nur fassungslos auf den eben gelesenen Satz starren konnte.

Das Buch ist tatsächlich ein spannender Frauenroman mit Tiefgang und authentischen Figuren.  Leider hat mir die Auflösung nicht hundertprozentig gefallen, aber für das tolle Drumherum und die netten Figuren gibt es von mir die volle Punktzahl. Ich möchte mehr von dieser Autorin lesen!

Dienstag, 25. Dezember 2012

Er ist wieder da




Er ist wieder da - Timur Vermes
400 Seiten
ISBN: 978-3847905172
19,33 Euro

Klappentext:

Sommer 2011. Adolf Hitler erwacht auf einem leeren Grundstück in Berlin-Mitte. Ohne Krieg, ohne Partei, ohne Eva. Im tiefsten Frieden, unter Tausenden von Ausländern und Angela Merkel. 66 Jahre nach seinem vermeintlichen Ende strandet der Gröfaz in der Gegenwart und startet gegen jegliche Wahrscheinlichkeit eine neue Karriere - im Fernsehen. Dieser Hitler ist keine Witzfigur und gerade deshalb erschreckend real. Und das Land, auf das er trifft, ist es auch: zynisch, hemmungslos erfolgsgeil und auch trotz Jahrzehnten deutscher Demokratie vollkommen chancenlos gegenüber dem Demagogen und der Sucht nach Quoten, Klicks und "Gefällt mir"-Buttons. Eine Persiflage? Eine Satire? Polit-Comedy? All das und mehr: Timur Vermes' Romandebüt ist ein literarisches Kabinettstück erster Güte.

Meine Meinung:

Um ehrlich zu sein, wusste ich nicht so recht, was mich erwartet. Zunächst habe ich in das Hörbuch reingehört, das sehr authentisch von Christoph Maria Herbst gesprochen wird. Wobei ich aber glaube, dass es einen wahnsinnig macht, über sechs CDs zuzuhören. Das Buch macht es wohl um einiges einfacher, da man seine eigene Sprechstimme im Ohr hat.

Ich denke, zum Inhalt muss ich nicht mehr viel sagen. Ich denke, dass der  Siegeszug durchs Fernsehen durchaus in unsere Zeit passen könnte, denn im Buch wird Hitler von niemandem wirklich ernst genommen. Es wird sogar angenommen, dass er seine Rolle lebt. Er kleidet sich so wie er es immer getan hat, er benimmt sich wie zu seinen Lebzeiten und er hält immer noch Reden.  Er selbst möchte einfach wieder nur die Macht erreichen, die er zuvor schon einmal besessen hat. Und das mit den Mitteln, die ihm in der heutigen Zeit zur Verfügung stehen: Internet, Privatfernsehen und Presse.

Ich muss zugeben, dass es durchaus sehr witzig ist, wenn Hitler voller Inbrunst seine Reden schwingt - und das genauso, wie er es zu seiner Zeit getan hat, allerdings liegt es eher wohl daran, dass es einfach nicht mehr zeitgemäß ist. Der Inhalt mancher Reden ist nachwievor krass. Da er aber im Buch von allen Menschen als Comedian gesehen wird, verlieren viele seiner Aussagen ihren Schrecken.

Erstaunlich, dass ein Autor sich so in einen Menschen hineinversetzen kann. Ich frage mich, wie viel Recherche da im Vorfeld nötig gewesen ist. Denn Hitler kommt als gut beobachtender, natürlich auch kritischer Mensch daher, der zu Frauen charmant ist und Kinder liebt. Er steht zu seinem Nationalsozialismus und äußert dies auch öffentlich. Manchmal habe ich versucht mir vorzustellen, dass dies wirklich geschieht und was ich von ihm halten würde. Ich muss ehrlich sagen, ich weiß es nicht. Als Comedysendung ist diese Art sicher nicht schlecht, würde mich aber nach kurzer Zeit wohl sehr nerven.

Welches Fazit ziehe ich aus dem Buch? Man kann es lesen, man kann es mögen, aber mir hätte auch nicht unbedingt etwas gefehlt, wenn ich es nicht gelesen hätte. Alles in allem hat sich der Autor schon seine Gedanken gemacht, wie ein Hitler in der heutigen Zeit ankommen würde. Letztendlich glaube ich, dass er mit seiner Einschätzung gar nicht so falsch gelegen hätte. Ich glaube allerdings nicht, dass man das Buch verteufeln muss, wie ich es in einigen Rezensionen gelesen habe. Es ist einfach eine Art von Satire, die nicht jedem gefällt.

Sonntag, 16. Dezember 2012

Renegade: Tiefenrausch


Renegade: Tiefenrausch - J. A. Souders
368 Seiten
ISBN: 978-3492702812
16,99 Euro

Klappentext:

Evies Leben ist perfekt – perfekt geplant und überwacht von Mutter, der Herrscherin über die Unterwasserstadt Elysium. Schon bald soll die 16-Jährige über die geheimnisvolle Welt regieren. Doch als sie sich ausgerechnet in ihren Feind verliebt, wird klar, dass das perfekte Leben in Elysium eine einzige Lüge ist. Elysium liegt am Grund des Meeres, abgeschirmt vom Rest der Welt. Dort hat Mutter ein Paradies für all jene Menschen geschaffen, die vor den Kriegen der Oberfläche fliehen konnten. Sie organisiert den Alltag der Bewohner, schützt sie vor Gefahren und regelt sogar die Geburten. Doch dieser Friede wird teuer erkauft – Gefühle sind in Elysium verboten, Berührungen unter Liebenden werden mit dem Tod bestraft. Evie vertraut in dieses System – doch als Gavin, ein Oberflächenbewohner, in ihre Welt eindringt, weckt der junge Mann Zweifel in ihr: Warum plagen sie Erinnerungslücken? Weshalb besteht Mutter auf Evies tägliche Therapie-Sitzungen? Und wieso kann sie sich durch Gavin an Dinge erinnern, die absolut unmöglich sind? Evie erkennt, dass sie Teil eines gewaltigen Plans ist, aus dem es für sie ohne Gavin kein Entrinnen gibt.

Meine Meinung:

Ich bin von dem Buch tatsächlich überrascht worden. Ich habe es gestern Abend erst angefangen und konnte einfach nicht aufhören. Sehr spannend, vor allem fand ich die Erfindungen von "Mutter" der Herrscherin über Elysium total interessant.

Evie ist der Meinung, dass ihr Leben perfekt ist. Gut, sie vergisst schon mal irgendwelche Ereignisse, aber das ist nicht weiter schlimm, das ist eben ihre Krankheit. Ab und an wenn sie ihr silbernes Amulett berührt, durchzucken sie Erinnerungsfetzen, aber das geht schnell vorbei und Evie lebt weiterhin das ihr von Mutter vorbestimmte Leben. Sie muss fügsam sein, dann geht es ihr gut. Warum sie ständig zur Therapie muss, weiß sie nicht, aber es ist so schön, jemanden zu haben, mit dem man reden kann. Dann tritt zufällig Gavin in Evies Leben und er bemerkt sofort, dass mit Evie etwas nicht stimmt. Gavin wird von Mutter gefangen genommen und schwebt in höchster Lebensgefahr. Evie versucht drauf hin ihm das Leben zu retten und gerät selbst in Gefahr.

"Renegade" ist das erste Buch der Autorin und hat mich überzeugt. Sie hat eine wahnsinnige Herrscherin erfunden, die alles tut um ihre Gefolgsleute unter ihrer Gewalt zu halten. Es gibt sogar eine DNA-Datenbank, denn ein großes Ziel von Elysium ist, dass dort die perfekten Menschen leben.  Erschreckend fand ich Szenen wie die Selbstschussanlagen, die immer dann losgehen, wenn jemand aus der DNA-Datenbank gelöscht wird. Nur ein Wort von Mutter und die Daten sind gelöscht. Die getroffenen Personen sterben und das nur, weil sie sich in irgendeiner Art Mutter widersetzt haben oder einfach nicht mehr ins Konzept von Elysium passen. Von Beginn an ist dem Leser klar, dass mit Evie etwas nicht stimmt, man kann sich auch denken, was es ist, aber nicht in welchem Ausmaß.

Ich habe das Buch zu schnell gelesen um tatsächlich eine Beziehung zu den Personen aufzubauen, was aber kein Problem ist, denn die Story ist so abwechslungsreich und mit immer neuen Ideen geschrieben, dass es niemals langweilig wird. Manches ist vorhersehbar, aber selbst das hat mich nicht gestört.

Von mir bekommt das Buch die volle Punktzahl und ich hoffe mehr von der Autorin zu lesen. 

Sonntag, 11. November 2012

Das Spiel des Lebens



Spiel des Lebens - Veit Etzold
352 Seiten
ISBN: 978-3863960483
14,99 Euro

Klappentext:

Willkommen im Spiel des Lebens, Emily. Du hast die Wahl. Sieg oder Tod, liest Emily völlig fassungslos auf dem zerknüllten Zettel in ihrer Hand, und damit geht der Horror los. Ein Psychopath jagt sie durch ganz London und stellt sie vor unbegreifliche Rätsel. Falls sie diese nicht in der vorgegebenen Zeit löst, gibt es einen Toten. Der Killer treibt Emily an den Rand des Wahnsinns. Wer ist dieser Irre? Und warum hat er ausgerechnet sie für sein mörderisches Spiel ausgewählt?
Meine Meinung:
Nachdem ich "Final Cut" als Hörbuch gehört habe (übrigens ganz toll gelesen von Franziska  Pigulla) war ich total gespannt auf "Spiel des Lebens". Dem Klappentext nach ist das Buch total spannend, es wird aber nicht erwähnt, dass es ein Jugendroman ist.

Als Emily endlich der erdrückenden Liebe ihrer Mutter entflieht und ins Studentenwohnheim des Colleges zieht, beginnt ihr Leben aus dem Ruder zu laufen. Sie wird von einem Irren verfolgt, der das Spiel des Lebens mit ihr spielen möchte. Er verfolgt sie auf Schritt und Tritt und schickt ihr unheimliche SMS und schickt sie durch die ganze Stadt. Denn wenn sie seinen Anweisungen nicht folgt, stirbt jemand, den sie liebt. Natürlich weiß Emily nicht, wem sie vertrauen kann und vor allem nicht, was sie tun soll. Mehr möchte ich zum Inhalt aber nicht verraten.

Das Buch beginnt wie ein typischer Jugendroman. Die Hauptperson ist natürlich Schülerin bzw. in diesem Fall Studentin und ein Großteil der Geschichte spielt sich auf dem College oder generell in London ab. Anfangs war ich ziemlich gelangweilt, weil eine Ewigkeit lang nichts passiert. Emily sieht einen Ballon an ihrem Spind und dreht total durch. Dann macht sie Dinge, die Studenten so tun und plötzlich geht es los. Die erste SMS, die erste Aufforderung ihres Verfolgers und der erste Tote. Ich dachte, dass es jetzt bis zum Ende so spannend weiter geht. Aber nein, nachdem der erste Tote gefunden wurde, passierte erst mal nichts. Kurz dachte ich, ich müsste mich bis zum Ende durch das Buch durch quälen, so war es dann aber doch nicht, denn plötzlich gewann die Geschichte an Fahrt und die versprochene Spannung trat doch ein.

Man merkt aber am Erzählstil und auch an der nicht vorhandenen Blutrünstigkeit, dass es ein Jugendroman ist. Das Ende ist nicht überraschend, aber nett gemacht. Ach ja, eine klitzekleine Liebesstory kommt auch vor.

Alles in allem ein nettes Buch, das aber keinen großen Eindruck hinterlassen hat. Es scheint zu dem Buch noch eine Fortsetzung zu geben, denn bei Amazon wird es als "Spiel des Lebens 01" geführt und das Buch endet mit einem Cliffhanger. 

Sonntag, 21. Oktober 2012


Töchter des Mondes - Cate (1) - Jessica Spotswood
363 Seiten
ISBN: 978-3863960247
17,99 Euro

Klappentext:

Cate und ihre Schwestern Maura und Tess sind Hexen. Niemand darf davon erfahren, denn Hexen drohen Verbannung und Tod. Die Gefahr, aufzufliegen, lastet schwer auf Cate. Vor allem seit Finn aufgetaucht ist, dieser Junge mit den Zimtsommersprossen und dem kupferroten zerzausten Haar. Verzweifelt sucht Cate nach einem Ausweg und stößt im Tagebuch ihrer toten Mutter auf eine rätselhafte Prophezeiung, die besagt, dass drei Schwestern mit magischen Kräften die Hexen zurück an die Macht führen werden. Handelt es sich dabei um Cate, Maura und Tess?

Meine Meinung:

Ich lese wirklich gern Jugendromane und auch gern mit einer Handlung über Hexen, aber dieses Buch hat mich überhaupt nicht überzeugt. Zugegeben, ich habe nur etwa 60 Seiten gelesen und danach abgebrochen, aber ich mich interessiert weder, warum die drei Schwestern in Gefahr schweben, noch wie sie aus der Gefahr heraus kommen.

Tess und Maura hexen ständig heimlich, ihre ältere Schwester Cate versucht dies zu verhindern. Als dann auch noch eine Gouvernante eingestellt wird, hat sie erst recht Angst, dass ihre wahre Identität ans Licht kommt. Denn niemand, nicht mal ihr eigener Vater weiß, dass die drei Hexen sind. Das hat die verstorbene Mutter so gewollt, denn die Bruderschaft bekämpft die Hexen, weil sie nach deren Aussagen böse und verdorben sind. Soweit hört sich die Geschichte sehr interessant an, finde ich. Leider konnte die Autorin mich überhaupt nicht fesseln. Ich weiß nicht, ob es an dem einfachen Erzählstil lag oder einfach am Inhalt.

Ich kann leider keine Kaufempfehlung geben. 

Samstag, 20. Oktober 2012

Langenscheidt IQ Spanisch



Langenscheid IQ Spanisch
ISBN: 978-3468801037
189,00 Euro

Meine Meinung:

Ich habe schon seit langem nach einem Sprachkurs für Spanisch gesucht, der mich nicht dazu bringt, nach kurzer Zeit aus Langeweile wieder aufzuhören. Vor Jahren habe ich bei der VHS Finnisch gelernt und war total begeistert, weil die Lehrerin dort überwiegend auf Finnisch unterrichtet hat. Leider ist es bei den herkömmlichen Kursen meist so, dass alles auf Deutsch erklärt wird und dann die Übungen folgen. Bei diesem Lernprogramm ist es anders. Zumindest in einigen Übungen. Dort heißt es zum Beispiel, dass man sich Worte anhören soll und von den einem schon bekannten Sprachen die Bedeutung ableiten soll. Das klappt gut. Oder es wird nach einer kurzen schriftlichen Erklärung auf Deutsch nur noch Spanisch geredet. Das schult das Ohr.

Üblicherweise beginnt man damit, dass man den Lernmanager im Internet aufruft und erst mal angibt, welche Art zu lernen einem wichtig ist. In meinem Fall ist es so, dass ich gerne verstehen und sprechen möchte und nicht so viel Wert auf die Schreibweise lege und nicht mehr als zwei Stunden in der Woche investieren möchte. Ausserdem kann man angeben, welche Lernmittel man nutzen möchte, beispielsweise App, Buch, Headset und CD. Oder nur einen Teil davon. Die Bedienung des Lernmanagers ist ganz einfach und selbsterklärend. Danach kann man schon loslegen.

Ich habe als erstes das erste Kapitel durchgearbeitet. Dazu gehört eine Hörlektion (über das mitgelieferte Headset), die mit Vokabeln des Kapitels beginnt. Dann werden einige Aufgaben gestellt, die man entweder frei bearbeiten muss oder während des Hörens zu dem gesprochenen Text. Durch das bebilderte Buch sind die Inhalte gut zu verstehen.

Nachdem ich die Lernsoftware installiert habe, habe ich sofort begonnen, die Sprachspiele zu spielen. Es beginnt mit dem Vocab Flow, der meiner Meinung nach überflüssig ist. Es werden Worte und ein der Bedeutung entsprechendes Bild eingeblendet und von einem Muttersprachler vorgelesen. Da es sehr viele Vokabeln sind, dauert es ewig, bis alle Vokabeln vorgestellt werden und man hat die ersten schon wieder vergessen bevor der Durchgang beendet ist. Danach folgen die Spiele Jah Jong, On Air , Brain Teaser, Chat, Fan Tan, Bubbles, Studio, Ping Pong und Talk Show. Die Anwendung des jeweiligen Spiels wird vorher auf Deutsch erklärt, dann folgt alles andere auf Spanisch. Wenn man, wie ich, ein ungeübter Spanischhörer ist, fällt es einem  erst mal schwer, aber nach und nach lernt man, die Worte zu verstehen und man merkt, dass man immer weniger Fehler macht. Die erreichten Punkte werden nach beenden der Lernsoftware automatisch an  den Lernmanager übertragen. So kann man sich den eigenen Lernerfolg direkt ansehen. Am Ende eines jeden Kapitels kann man über das Internet einen Test machen. Falls man diesen nicht bestehen sollte, schlägt einem der Lernmanager Wiederholungslektionen vor.

Ich habe jetzt zwei Wochen lang mit dem Lernprogramm gearbeitet und stelle täglich fest, dass ich immer wieder bei irgendwelchen täglichen Handlungen spanische Worte im Kopf habe. Also scheint der Kurs was zu bringen. Ich bin von der Vorgehensweise des Programms wirklich begeistert, weil es einfach Spaß macht nicht nur trockene Theorie durchzukauen, sondern auch mitzuarbeiten. Ich habe noch nicht ausprobiert, ob es klappt, das Mikrofon des Headsets zu benutzen, da ich sprachlich noch nicht so weit bin und daher die Aussprache auch noch nicht beherrsche. In einigen Spielen gibt es aber die Möglichkeit auch aktiv zu sprechen.

Gut hat mir auch noch gefallen, dass man zwei Online-Trainerstunden mit dem Paket bekommen hat. Dazu muss man aber ein bestimmtes Kapitel abgeschlossen haben.

Alles in allem bin ich total begeistert und frage mich, warum ich auf der Suche nach einem Sprachkurs nicht auf Langenscheidt IQ gestoßen bin. Wahrscheinlich hätte mich aber der hohe Preis abgeschreckt, den ich nach diesem Test aber absolut nachvollziehen kann und auch gerechtfertigt finde.

Sonntag, 7. Oktober 2012

Final Cut




Final Cut - Veit Etzold
6  Audio CDs
ISBN: 978-3785746141
10,99 Euro

Klappentext:

Du hast 438 Freunde auf Facebook. Und einen Feind. Die Freunde sind virtuell, der Feind ist real. Er wird Dich suchen. Er wird Dich finden. Er wird Dich töten. Du hast 438 Freunde auf Facebook. Und keiner wird etwas merken. Ein Killer, der wie ein Computervirus agiert: unsichtbar und allgegenwärtig. Er nennt sich der Namenlose, und seine Taten versetzen ganz Berlin in Angst und Schrecken. Hauptkommissarin Clara Vidalis und ihr Team sind in der Abteilung für Pathopsychologie ohnehin schon für die schweren Fälle zuständig, aber die Vorgehensweise dieses Verbrechers raubt selbst ihnen den Atem. Perfide und genial, lenkt er die Ermittler stets auf die falsche Fährte. Und erst allmählich begreift die Kommissarin, dass der Namenlose sein grausames Spiel nicht mit der Polizei spielen will, sondern nur mit einem Menschen: mit ihr, Clara Vidalis. Während die Ermittler noch verzweifelt versuchen, die Identität des Killers aufzudecken, startet der Medienmogul Albert Torino eine neue Casting-Show. Und es gibt jemanden, der diese Show für seine eigenen, brutalen Zwecke nutzen wird: der Namenlose.

Meine Meinung:

Den Namen Veit Etzold hatte ich vorher noch nie gehört, aber ich lese gern neue Autoren und habe dadurch schon sehr viele tolle Bücher - in diesem Fall Hörbücher - kennengelernt. So auch in diesem Fall. Die Geschichte an sich ist nicht so wirklich spektakulär, aber die Sprecherin, deren glühende Verehrerin ich bin, hat einiges rausgerissen. Franziska Pigulla schafft es einfach, den Inhalt mitreißend zu erzählen.

Zum Inhalt des Buches möchte ich eigentlich nicht allzuviel sagen, denn der Klappentext verrät schon sehr viel. Es geht um eine bestimmte Anzahl Menschen, die ermordet wurden, deren Ermordung aber nicht bemerkt wurde. Wie das geschehen kann? Der Namenlose hackt sich beispielsweise in den Facebook Account des Opfers ein und gaukelt allen vor, dass das Opfer im Ausland ist, die Telefonleitungen nicht stabil sind und daher telefonieren unmöglich ist. Aber Facebook Nachrichten funktionieren und werden auch fleißig genutzt.  So hat er es geschafft, die Menschen , die er getötet hat, noch lange Zeit weiterleben zu lassen. Die Ermittlerin Clara Vidalis weiß nicht, wie viele Menschen der Namenlose auf dem Gewissen hat, geschweige denn, wer er ist. Sie macht sich also auf die Suche und wird selbst mit in den Sumpf gezogen. Was Clara Vidalis mit dem Namenlosen verbindet, müsst ihr aber selbst heraus finden.

Die Geschichte wird auf der einen Seite aus Sicht von Clara Vidalis erzählt, auf der anderen Seite aus Sicht des Namenlosen. Man erfährt einiges über seine Kindheit und warum er zum Namenlosen wurde. Der Autor hat sich ein paar nette Sachen ausgedacht, wie der Namenlose die Menschen überlistet und ich musste darüber nachdenken, dass es in der heutigen Welt wohl wirklich bei manchen Menschen nicht auffallen würde, wenn sie ausschließlich online existieren würden.  

Ich weiß nicht, ob mir das Hörbuch auch als Buch gefallen hätte, aber ich habe noch einen weiteren Thriller von Veit Etzold hier liegen, und zwar "Spiel des Lebens". Spätestens dann werde ich merken, ob es an einer sich mal wieder selbst übertreffenden Franziska Pigulla lag oder an dem Autor.

Bis dahin kann ich das Hörbuch aber auf jeden Fall empfehlen. 

Das Kind - ab 18.10.2012 im Kino

Als vor vier Jahren das Buch "Das Kind" von Sebastian Fitzek erschien, hätte wohl niemand von uns gedacht, dass diese Geschichte irgendwann einmal in einem Kino gezeigt werden wird. In elf Tagen ist es aber endlich soweit. Leider nur in auserwählten Kinos u. a. im UCI in Bochum.

Und darum geht es (Klappentext):

 »Als er diesem ungewöhnlichen Treffen zugestimmt hatte, wusste er nicht, dass er damit eine Verabredung mit dem Tod einging …« Strafverteidiger Robert Stern ist wie vor den Kopf geschlagen, als er sieht, wer der geheimnisvolle Mandant ist, der ihn auf einem abgelegenen Industriegelände treffen wollte: Simon, ein zehnjähriger Junge, zerbrechlich, todkrank – und fest überzeugt, in einem früheren Leben ein Mörder gewesen zu sein. Doch Roberts Verblüffung wandelt sich in Entsetzen, als er in jenem Keller, den Simon beschreibt, tatsächlich menschliche Überreste findet: ein Skelett, der Schädel mit einer Axt gespalten. Robert ahnt noch nicht, dass von nun an der Tod sein ständiger Begleiter sein wird …


Wenn ihr rausfinden wollt, in welchem Kino "Das Kind" läuft, braucht ihr nur auf das unten abgebildete Cover klicken, dann erscheinen alle wichtigen Informationen.

Samstag, 6. Oktober 2012

Hypnose


400 Seiten
ISBN: 978-3453436367
8,99 Euro

Klappentext:

Ein eiskalter Mord im Freundeskreis. Die Journalistin Inka Mayer hat Zweifel am Geständnis ihrer Freundin Annabel. Inka hegt den Verdacht, dass Annabel das Opfer eines Hypnose-Experiments ist, das in der Klinik ihres Schwagers an ahnungslosen Patienten durchgeführt wird. Bei ihm ist auch Inka in Behandlung. Oder ist Hypnose so harmlos, wie er sie glauben machen will? irgendwer hat es scheinbar auch auf die Journalistin abgesehen. Ein Spiel um freien Willen, Wirklichkeit und Paranoia beginnt. Ein Spiel auf Leben und Tod.

Meine Meinung:

Bisher habe ich jedes Buch von Sina Beerwald gelesen oder gehört und da durfte das neue Buch nicht fehlen. So ganz konnte ich mir nicht vorstellen, wie sie den Sprung von historischen Romanen zum Thriller schaffen wollte, aber "Hypnose" hat mich überzeugt, dass das möglich ist. Die ersten dreißig Seiten plätscherten eher etwas daher bis plötzlich  der Mord an Jannis geschieht. Von da an konnte ich nicht aufhören zu lesen.

Inka Mayer, die Hauptperson dieses Buches, hat vor einem halben Jahr ihr Baby direkt nach der Geburt verloren und wurde dadurch total aus der Bahn geworfen. Als es ihr wieder besser geht, gibt sie eine Party um ihren Freunden zu zeigen, dass sie wieder da ist und es ihr wieder gut geht. Am Morgen nach der Party stellt sich raus, dass ihre Freundin Annabel ihren Freund Jannis umgebracht hat. Undenkbar für Inka, denn die beiden hatten große Pläne für die Zukunft und hatten auf der Party erst ihre Verlobung und die baldige Auswanderung nach Griechenland verkündet. Inka kommt das alles seltsam vor, also fängt sie an zu forschen, denn sie kann nicht glauben, dass Annabel Jannis umgebracht hat, obwohl diese ein Teilgeständnis abgelegt hat.

Sina Beerwald  hat es spannend gemacht. Ein mörderisches Spiel mit einem Brief, in dem steht, dass sie "tiefer graben muss", wenn sie die Wahrheit wissen will, der Polizei aber nichts sagen darf. Inka findet beispielsweise den Teddy ihres verstorbenen Kindes mit einem Messer im Bauch im Gartenschuppen, ihre Freundin Rebecca sieht diesen Teddy auch, allerdings nicht die Person, die Inka gesehen haben will. Inkas Mann Peter ist überzeugt, dass Inka unter Halluzinationen leidet und wirkt dadurch selbst verdächtig. Denn seit seit der Geburt des Kindes hält er sich von ihr fern oder ist es der Arzt, der die Hypnose bei ihr durchführt?

Dieses Buch ist so anders als all seine Vorgänger, hat  den Test aber eindeutig bestanden. Man leidet mit Inka mit, weiss selbst auch nicht mehr, was Wahrheit und was Fiktion ist und wer überhaupt Freund oder Feind ist. Genauso muss ein Thriller sein. Die Lösung wurde immer mal durch Überlegungen von Inka angeschnitten, wieder fallen gelassen und dann wieder erwähnt. Das Ende ist daher zwar nicht wirklich überraschend, passt aber total gut ins Bild.

Ich kann das Buch allen Thrillerfans wärmstens empfehlen,  schon allein deshalb, weil es der Auftakt einer Thrillerserie ist und man von Anfang an dabei ist. Nehmt euch nur ein wenig Zeit, denn wenn ihr die ersten dreißig Seiten hinter euch habt, wollt ihr immer nur weiter lesen. 

Sonntag, 16. September 2012

Das zerbrochene Fenster


368 Seiten
ISBN: 978-3404160464
8,99 Euro

Klappentext:

Dein Ziel ist die Wahrheit. Doch was, wenn sie dich nie wieder ruhig schlafen lässt? Schneechaos in Schottland. Auf einem Landsitz wird die Witwe des kürzlich verstorbenen Lord Darney gefunden - ermordet. Bei der Polizei meldet sich eine Frau, die behauptet, ihr Freund Sean habe die Tat begangen. Doch die Ermittler finden bald heraus: Sean Butler ist vor sieben Jahren verschwunden, sein Tod soll demnächst offiziell erklärt werden. Wieso behauptet seine Freundin, er sei der Mörder? Als die Polizei sie zu Hause aufsucht, ist die junge Frau spurlos verschwunden ...

Meine Meinung:

Das war nicht mein erstes und auch nicht mein letztes Buch von Zoe Beck. Es war so spannend, dass ich es an einem Tag eingeatmet habe. Die Autorin möge mir das verzeihen, es ging einfach nicht anders.

Cedric Darney bekommt einen Anruf von seiner Stiefmutter, das einzige Wort, das sie sagt ist "Sean". Danach bricht das Telefonat ab. Er macht sich im schlimmsten Schneechaos auf den Weg und findet ihre Leiche. Dann meldet sich eine Frau und behauptet, sie würde den Mörder kennen. Es wäre ihr Ex-Freund. Nach dieser Aussage verschwindet sie. Das kuriose daran: Dieser Mann, Sean Butler, ist seit sieben Jahren verschwunden. Cedric und der Freund der verschwundenen Frau machen sich auf die Suche nach der Wahrheit.

Das Buch beinhaltet zum größten Teil das Tagebuch von Pippa, der Frau, die denkt ihr Freund hätte die Stiefmutter von Cedric ermordet. Wie sie darauf kommt? Sean war in seiner Jugend straffällig und hat auch eingesessen. Und irgendwie scheint er auch mit Cedrics Stiefmutter Kontakt gehabt zu haben. Pippa glaubt, sie wäre schuld daran, dass Sean verschwunden ist und diese Schuld lässt sie all die Jahre nicht los. Man spürt förmlich die Zerissenheit, auf der einen Seite will sie loslassen, weil sie denkt, Sean hätte sie verlassen, auf der anderen Seite gibt sie sich weiterhin die Schuld für sein Verschwinden.

Der andere Teil erzählt von der Suche nach Sean bzw. dem Mörder. Die Polizei spielt in diesem Roman nur eine Nebenrolle, denn die Ermittlungen werden nur von Pippas Freund und Cedrics Angestellten verfolgt.

Das Ende des Buches war schlüssig, aber im Nachhinein zu einfach, was für mich aber überhaupt nicht schlimm war. Ich kann es guten Gewissens weiterempfehlen. 

BEEM F3001.020 Bio-Plus Granit, Bratpfanne 28 cm


Vorab muss ich sagen, dass ich nicht der große Meisterkoch bin und absolut keine Ahnung von Pfannen habe. Was ich bewerten kann, ist, ob die Pfanne meinen Ansprüchen gerecht wird. Und ja, das wird sie und sie sieht sogar noch toll aus.

Sie ist nicht besonders schwer, was das spülen und auch das Kochen vereinfacht. Die Wärme verteilt sich gleichmäßig und relativ schnell. Bisher habe ich meist eine Wokpfanne benutzt, aber ich denke, dass ich ab sofort umsteigen werde. Wie in der Beschreibung erwähnt, ist nichts am Pfannenboden festgepappt. Da ich viel Gemüse esse konnte ich gestern testen, dass viel Volumen in der Pfanne platz hat.

Meiner Meinung nach ist diese Pfanne auch für ungeübte Köche geeignet. Daher gibt es die volle Punktzahl.

Und hier ist sie: http://www.amazon.de/BEEM-F3001-020-Bio-Plus-Granit-Bratpfanne/dp/B0076JH1ZK/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1347810169&sr=8-1

Omron Schrittzähler Walking Style One 2.1 schwarz, HJ-321-E


Ich habe in meinem Leben noch nie einen Schrittzähler besessen, bis mein tolles Android Handy seinen Geist aufgegeben hat und ich meine Lauferfolge nicht mehr festhalten konnte.

Ich bin total begeistert, die Ersteinstellungen kann man problemlos auch ohne die mitgelieferte Mini-Gebrauchsanleitung vornehmen und auch der Abruf der einzelnen Daten ist total einfach. Man muss nur ca 2 Sekunden irgendeine Taste drücken und kann dann mit der "mode" Taste alle Daten nacheinander abrufen.

Angezeigt werden die einzelnen Schritte, die zurückgelegten Kilometer, die verbrauchten Kalorien und die Schritte, die man im Aerobic Modus zurückgelegt hat. Diese geht laut Gebrauchsanweisung nach 10 Minuten Aerobic an. Getestet habe ich dies nicht, da ich kein Aerobic mache. Wünschenswert wäre, wenn man den Zähler so einstellen kann, dass man verschiedene Läufe einzeln messen kann, mich stört aber auch nicht, dass das nicht geht. Dafür kann man sich aber die Daten der letzten 7 Tage - ebenfalls nur mit einem Tastenklick - ansehen.

Dafür, dass das Gerät so einfach aussieht, kann es ziemlich viel. Ich werde bestimmt auch öfter darauf zurückgreifen, auch mit funktionierendem Android Handy.

Hier noch der Link zu amazon: http://www.amazon.de/Omron-Schrittz%C3%A4hler-Walking-schwarz-HJ-321-E/dp/B008EHB5PU/ref=sr_1_6?ie=UTF8&qid=1347809616&sr=8-6

Wir beide, irgendwann


400 Seiten
ISBN: 978-3570161517
17,99 Euro

Klappentext:

Was wäre wenn ..., ich dich heute küsse?

Im Mai 1996 bekommt die 16-jährige Emma ihren ersten Computer geschenkt. Mithilfe ihres besten Freunds Josh loggt sie sich ein und gelangt zufällig auf ihre eigene Facebook-Seite – 15 Jahre später. Geschockt stellt sie fest, dass sie mit 31 Jahren arbeitslos und unglücklich verheiratet sein wird. Josh hingegen, bislang alles andere als ein Frauenheld (der erst kürzlich von Emma einen Korb bekommen hat), wird das hübscheste Mädchen der ganzen Schule heiraten und zudem seinen Traumjob ergattern. Emma ist jedoch nicht gewillt, sehenden Auges in ihr Unglück zu laufen. Um das Zusammentreffen mit dem Jungen zu verhindern, der sie später mal unglücklich machen wird, beginnt sie, bewusste Änderungen in der Gegenwart herbeizuführen. Doch der Versuch, in ihr Schicksal einzugreifen und dadurch ihr künftiges Facebook-Profil zu verändern, setzt eine fatale Kettenreaktion in Gang ...

Meine Meinung:

Erstes Fazit: Nett zu lesendes Buch ohne nennenswerte Tiefe der Charaktere.

Josh und Emma sind seit ihrer frühsten Kindheit miteinander befreundet. Als Josh bemerkt, dass er in Emma verliebt ist, entzweien sich die beiden, weil Emma in ihm immer den Jugendfreund gesehen hat. Dann bekommt Emma von ihrem Vater einen Computer geschenkt und entdeckt zufällig ihre Facebook Seite aus der Zukunft - in 15 Jahren. Als sie bemerkt, dass sie dauernd unglücklich ist, versucht sie, ihre Zukunft zu verändern. Natürlich klappt das nicht und am Ende löscht die Emma aus der Zukunft ihr Facebook Profil. Das Ende des Buches kann man sich am Anfang schon denken, das hat dem Lesespass aber keinen Abbruch getan.

Obwohl ich die Charaktere nicht besonders ins Herz geschlossen habe, hat mir das Buch gut gefallen. Allerdings lässt es sich aufgrund seiner einfachen Schreibweise innerhalb weniger Stunden weg lesen. Die Kapitel sind kurz und immer abwechselnd aus der Sicht von Emma und Josh erzählt. Etwas genervt war ich von Emma, die dauernd mit irgendwas unzufrieden war und dazu noch zickig. Die anderen Charaktere, z. B. Josh wurden als zuverlässig und treu dargestellt.

Das Buch wurde eindeutig unter dem Motto "Lebe in der Gegenwart und nutze deine Chancen." geschrieben. 

Dornentöchter


400 Seiten
ISBN: 978-3471350867
19,99 Euro

Klappentext:

Als Sadie in das alte Cottage ihrer Familie in Tasmanien zieht, hofft sie auf einen Neubeginn. Doch das schöne Haus hat ein Geheimnis. Vor Jahrzehnten starb dort Sadies Großmutter auf mysteriöse Weise. Ist die Zeit reif, das Rätsel zu lösen? Über Generationen hinweg hat die Familie geschwiegen, nun will Sadie endlich die Wahrheit ans Licht bringen. Sie dringt tief in die Vergangenheit ein und kommt dabei auch ihrem Traum von einem Leben voller Liebe und Vertrauen näher.

Meine Meinung:

Tja, ich war hin und her gerissen bei diesem Buch. Über lange Strecken war es richtig langweilig, dann aber auch wieder spannend. Allerdings stehe ich auf Familiengeschichten und habe allein deswegen durchgehalten. Das Ende hat mich dann irgendwie auch nicht so wirklich überzeugt, daher bekommt das Buch auch nicht die volle Punktzahl.

Erst mal fängt es an, wie viele Bücher dieser Art anfangen. Mama hat sich scheiden lassen, Kind ist unglücklich und hat sogar lebensbedrohliche Probleme, also wandern wir aus. Wohin? In die Heimat der Mutter, wo man passend zur Scheidung ein Haus geerbt hat. Es geht auch weiter wie ein Buch dieser Art. Die Tochter fühlt sich erst mal nicht wohl, will zurück zum Vater und rebelliert ein wenig. Natürlich darf das Familiengeheimnis nicht fehlen, das die Hauptperson aufdeckt. Und es endet wie ein Buch dieser Art. Am Ende ist alles gut. Soviel zum Inhalt.

Diese Großmutter, die Josephine Pennicot da erfunden hat, ist wirklich exzentrisch. Sie betrügt ihren Mann, hat eine blühende Phantasie, spielt die Leute gegeneinander aus und am Ende ist sie anscheinend noch wahnsinnig. Eine zutiefst unausstehliche Person. Sadies Tante dagegen ist zwar auch unausstehlich, aber auf eine andere Art. Sadie selbst hat mich ein wenig genervt, weil sie auf einige offensichtliche Dinge hereingefallen ist.

Alles in allem eine nette Abwechslung, aber vom Hocker gehauen hat mich das Buch nicht. Wer auf Familiengeschichten steht, wird aber doch auf seine Kosten kommen.

Die fünf Leben der Daisy West


304 Seiten
ISBN: 978-3414820617
14,99 Euro

Klappentext:

Daisy ist fünfzehn - und schon mehr als ein Mal gestorben. Sie lebt waghalsig, denn sie weiß, dass es Revive gibt, ein Medikament, das ins Leben zurückhilft, wenn alle anderen Mittel versagt haben. Da diese Medizin hochgeheim ist, muss Daisy nach jedem Tod eine neue Identität annehmen und an einen anderen Ort ziehen. Bisher hat sie daher meist isoliert und ohne enge Freunde gelebt. Aber dann findet sie an ihrer neuen Schule nicht nur völlig unverhofft eine beste Freundin, sondern verliebt sich auch noch Hals über Kopf. Zum ersten Mal lässt Daisy sich wirklich auf das Leben ein. Da entdeckt Daisy, dass sie Teil eines großen Experiments ist. God, der zwielichtige Leiter des Revive-Programms, hat viele Menschen auf skrupellose Weise rekrutiert und behandelt sie wie Versuchskaninchen. Daisy begehrt auf. Und setzt damit ernsthaft und unwiederbringlich ihr Leben aufs Spiel ...

Meine Meinung:

Vorab muss ich schon mal anmerken, dass ich die vielen negativen Rezensionen nicht verstehen kann. Es ist ein Jugendbuch und daher auch nicht allzu anspruchsvoll geschrieben. Dass Logikfehler bezüglich des Medikaments bestehen, hat mir nichts ausgemacht.

Daisy ist unfreiwillig Teilnehmer eines Experiments geworden, nachdem sie als Kind nach einem Unfall gestorben ist. Sie ist mit dem Mittel Revive wiederbelebt worden und lebt jetzt mit den Agenten Mason und Cassie zusammen. Beide spielen der Außenwelt die heile Familie vor, aber nur Mason ist Daisys Vertrauter . Cassie hingegen ist der Roboter, der nur die geheimen Forschungen im Keller des Wohnhauses weitertreibt.  Als Daisy mal wieder gestorben ist und nach Omaha kommt, lernt sie die totkranke Audrey kennen und verliebt sich in ihren Bruder. Als Audrey stirbt und das Experiment außer Kontrolle gerät, fällt Daisys bisher bekanntes Leben total aus den Fugen.

Ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen, denn das Buch ist so lebendig beschrieben, dass man sofort mittendrin ist.  Kurze Kapitel lassen einen von Seite zu Seite hetzen, weil man einfach wissen möchte, wie es weitergeht. Gut gefallen hat mir auch die Aufmachung des Buches, denn auf gedruckten  Klebezetteln sind Daisys vergangene Leben mit dem Grund des Todes und einem Zitat aus dem Buch vermerkt.

Daisy erscheint erst total abgeklärt, aber man merkt im Laufe des Buches, dass sie doch erst fünfzehn ist. Gerade was die Menschen in ihrer direkten Umgebung angeht, ist sie doch sehr naiv. Allerdings hat sie Durchhaltevermögen und ist neugierig, so dass sie sich natürlich in eine sehr gefährliche Lage bringt. Die Liebesgeschichte zwischen ihr und Matt kommt auch nicht zu kurz, ist aber nicht zu übertrieben.
Für eine gelungene Ablenkung und eine tolle Geschichte gebe ich die volle Punktzahl, allerdings hätte ich auch sehr gern einen zweiten Teil der Story gelesen.

Night School 1


464 Seiten
ISBN: 978-3789133268
17,95 Euro

Klappentext:

Wenn nichts ist, wie es scheint, wem kannst du dann vertrauen? Das spurlose Verschwinden ihres Bruders hat Allie aus dem Gleichgewicht gebracht. Sie rebelliert und ihre Eltern schicken sie auf das Internat Cimmeria, wo nicht einmal Handys erlaubt sind. Schon bald findet sie Zugang zu einer Clique und wird von zwei Jungen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, umworben. Auf Cimmeria häufen sich eigenartige Vorfälle, und als ein Mord geschieht, gerät Allie selbst unter Verdacht. Auf der Suche nach dem wahren Mörder stößt sie zufällig auf eine mysteriöse Verbindung ihrer Mutter zur Schule und gerät selbst in Lebensgefahr. Kann sie überhaupt noch irgendjemandem trauen? Dieser erste Band aus der Reihe Night School ist atemlos, packend und geheimnisvoll, Thriller und Liebesgeschichte, hochspannend und unwiderstehlich.

Meine Meinung:

Anfangs dachte ich, es handelt sich um eine Geschichte, in der wieder irgendwelche seltsamen Wesen vorkommen, die Verwirrung stiften und die Hauptdarstellerin merkt am Ende, dass sie auch zu dieser Spezies gehört. Da habe ich mich aber geirrt.

Allie ist nach dem Verschwinden ihres Bruders völlig aus dem Ruder geraten. Sie stellt nur noch Unsinn an und wird schließlich zum wiederholten Mal von der Polizei festgenommen. Dann entschließen sich ihre Eltern, sie in ein Internat zu geben, von dem nie jemand gehört hat .Es ist sehr abgelegen und hat unglaublich strenge Regeln. Anfangs fühlt sich Allie wie in einem Straflager, aber nach und nach lebt sie sich ein. Bis eine Mitschülerin von ihr ermordet wird. Gerüchten zufolge soll Allie mit dem Mord zu tun haben, daher versucht sie mit ihrem Freund Carter der Sache auf den Grund gehen.

Ja, es ist ein Jugendbuch und ja, es hat mir sehr gut gefallen. Es ist spannend und eine klitzekleine Liebesstory kommt auch drin vor. Es hat mir sogar so gut gefallen, dass ich es fast ohne Pause durchgelesen habe. Ich mochte Allie, obwohl sie anfangs wirklich sehr aufmüpfig war, aber sie hat am Ende des Bandes selbst festgestellt, dass sie sich sehr verändert hat. Besonders gut hat mir gefallen, dass es diesmal kein Buch ist, in dem ein Vampir, ein Gestaltwandler oder sonst was als Held vorkommt, sondern einfach nur ganz normale Menschen mit Gegebenheiten, die jedem passieren könnten.

Dem Rückentext nach zu urteilen gibt es noch vier weitere Bände, die mit Sicherheit genauso gut sind und die ich auf jeden Fall lesen werde! Es gibt eine unbedingte Kaufempfehlung von mir. 

Vollendet

Ich habe wochenlang geschludert, also jetzt eine Reihe von Rezis:


432 Seiten
ISBN: 978-3411809929
16,99 Euro

Klappentext:

Der 16-jährige Connor hat ständig Ärger. Risa lebt in einem überfüllten Waisenhaus. Lev ist das wohlbehütete Kind strenggläubiger Eltern. So unterschiedlich die drei auch sind, eines haben sie gemeinsam: Sie sind auf der Flucht. Vor einem Staat, in dem Eltern ihre Kinder im Alter von 13 bis 18 Jahren umwandeln lassen können. Die Umwandlung ist schmerzfrei. Jeder Teil des Körpers lebt als Organspende in einem anderen Organismus weiter. Aber wenn jeder Teil von dir am Leben ist, nur eben in jemand anderem ... lebst du dann, oder bist du tot?

Meine Meinung:

Zum ersten Mal seit Langem konnte ich nicht direkt nach dem Lesen eine Rezension schreiben, weil mich das Buch so sehr beschäftigt hat.

Über den Inhalt möchte ich eigentlich nicht allzu viel schreiben, denn der Klappentext verrät schon einiges.
Mich hat es schockiert, dass man als Autor auf die Idee kommt, eine Welt zu schaffen, in der Kinder ihren Körper in Einzelteilen "spenden" und die Eltern sie damit los sind. Gewalttätige Kinder, ungewollte Kinder oder Kinder, deren Bestimmung es von Geburt an war sich umwandeln zu lassen.

Ein wenig Moral kommt in dem Buch auch vor, z. B. dass man sich besser benehmen sollte und nicht immer nur Streit anzetteln  sollte, dass zu religiös sein nicht unbedingt erstrebenswert ist.

Die drei Protagonisten Connor, Risa und Lev konnte ich durchweg gut leiden und habe deren Entwicklung gespannt mit verfolgt. Im Laufe des Buches werden alle drei immer erwachsener und stehen auf die ein oder andere Art einander bei.

Die Stimmung ist durchweg düster, was mir immer gut gefällt. Der Autor hat sich einige böse Sachen ausgedacht, die so tatsächlich passieren könnten.

Ich bin mir nicht so sicher, ob das Buch als Jugendbuch geeignet ist. Es ist zwar nicht durchweg brutal, aber die Grundstimmung könnte so manchem Jugendlichen zusetzen. Die kurzen Kapitel verleiten zum weiterlesen und machen es einem schwer einfach aufzuhören.

Alles in allem hat es mir sehr gut gefallen und ich kann es jedem, der Bücher des Genres Dystopie mag nur empfehlen. Es war zumindest für mich eine völlig neue Idee, die gut umgesetzt wurde. 

Samstag, 30. Juni 2012

Zumba

Gestern Abend hatte ich mir schon überlegt Zumba auszuprobieren. Als ich mir dann ein paar Videos auf Youtube angesehen habe, war ich mir gar nicht mehr so sicher, ob ich das überhaupt schaffe. So ein schneller Rhythmus und ich bin doch nie im Takt.

Heute morgen habe ich mich dann überreden lassen, dass ich es nur einmal ausprobieren soll. Also bin ich ins Fitness Studio gefahren und habe erst mal am Empfang gefragt, ob der Kurs heute ein Einsteiger Kurs ist. Die Antwort war sehr verwirrend. Einen Einsteiger Kurs gibt es nicht, aber man muss eh drei bis vier Mal (bei mir wohl eher zehn Mal) mitmachen um überhaupt klar zu kommen, dabei strahlten die Augen der netten Dame so sehr, dass ich mich getraut habe.

Anstrengend wars - und wie! Die Schritte konnte ich nur zum Teil, meistens bin ich irgendwie hinterhergeeiert. Ich war aber nicht die einzige, die nicht alles sofort hinbekommen hat. Mit etwas Übung sollte das aber gehen, denn die Choreographie ist wohl bei den Liedern immer gleich.

Ich werde es auf jeden Fall noch einmal ausprobieren.

Mittwoch, 27. Juni 2012

Köstlich...

Urlaubszeit ist für mich auch die Zeit, in der ich mir neue Rezepte raussuche und auch liebend gern backe. Da ich zu ungeduldig zum kochen bin, übernimmt das der Herr des Hauses und ich versuche ihm neue Rezepte schmackhaft zu machen.

Eins davon haben wir heute ausprobiert: Garnelenpfanne - die wir allerdings tatsächlich in der Pfanne gemacht haben, nicht auf dem Grill. So köstlich - unbedingt ausprobieren!

Und meine Backleidenschaft konnte ich auch befriedigen - mit leckeren Pizzamuffins.

Viel Spass beim Nachkochen/-backen :-)

Sport ist Mord... oder was?


So, heute bin ich motiviert, wie immer, wenn ich auf der Couch sitze und über mein Sportleben nachdenke. Ich könnte.... ich sollte.... ach, wenn ich mich ganz doll zusammenreiße.... Falsch.... Ich WERDE...ich reiße mich zusammen....

Aber mal von Anfang an:

Letztes Jahr im Juni hatte ich die wahnwitzige Idee, beim Firmenlauf mitzumachen, ohne jemals Lauftraining absolviert zu haben. Ich habe zu dem Zeitpunkt schon öfter darüber nachgedacht, laufen zu gehen, es aber nie umgesetzt. Also habe ich kurzerhand eine Laufausstattung (Schuhe, Socken, Hose, Shirts....) gekauft und einfach angefangen. Nach drei Wochen konnte ich schon erkennen, dass ich länger ohne Pausen laufen kann, als zu Beginn. Das war einfach grandios. Während des Laufens habe ich ganz oft ein fettes Grinsen im Gesicht, weil es einfach frei macht - und glücklich. Nach ca. sechs Wochen konnte ich die gesamte Strecke, die ich mir zu Beginn ausgedacht hatte, durchlaufen. Es waren noch nicht mal annähernd die 5,5 km des Firmenlaufs, aber immerhin... ich bin beim Firmenlauf die ganze Strecke durchgelaufen und habe mich dabei super gefühlt.

Als der erste Stress im Job nach dem Firmenlauf anfing, habe ich einfach nicht mehr weitertrainiert. Ob es das fehlende Ziel oder doch nur Faulheit war, ich weiß es nicht. Ich befürchte beides.

Dann habe ich mich wieder für einen Firmenlauf angemeldet. Und zwar am 20.6.2012 und habe von Januar bis Juni genau vier Mal trainiert. Natürlich habe ich (nach meinen Ansprüchen) total versagt, weil ich fast nur gewalkt bin. Ich habe durchgehalten, aber eben nicht laufend, daher zählt für mich die Teilnahme nicht. Am 8.7.2012 ist der nächste Lauf - wieder 5,5 km.

Am Montag (ich habe Urlaub, wann kann man einen neuen Startzeitpunkt besser wählen?) habe ich wieder mit dem Training angefangen. Popelige 2,5 km, die ich nicht mal durchgehalten habe. Heute bin ich wieder gelaufen, ich bilde mir ein, dass ich weniger Laufpausen gemacht habe, ich kann mich aber irren.

Am allerliebsten beim Laufen höre ich übrigens Elvis, das scheint genau mein Rhythmus zu sein ;-)

Mein Ziel ist es jetzt, erst mal wieder so fit zu werden, wie vor einem halben Jahr und vor allem DABEI zu bleiben. Ich möchte gern drei Mal die Woche Sport machen, am liebsten zwei Mal laufen und einmal Fitness Studio (an vier Mal die Woche mag ich gar nicht denken, denn das schaff ich eh nicht).

Falls irgendwer mir was Gutes tun will: ICH BRAUCHE MOTIVATION - und zwar dauerhaft. Während des Urlaubs kann ich schnell sagen, dass man das locker schafft, aber im Alltag hapert es bei mir gewaltig.

Genug geschwafelt. Gleich packe ich meine Tasche fürs Fitness Studio morgen...

Sonntag, 24. Juni 2012

Pinguinwetter


256 Seiten
ISBN: 978-3404166527
8,99 Euro

Klappentext:

Charlotte wird auf dem Höhepunkt ihrer Karriere gefeuert. Außerdem erhält sie von ihrer Mutter äußerst fragwürdige SMS aus der U-Haft in Grönland. Dann entscheidet sich ihr Immer-mal-wieder-Mann Marc auch noch, endlich in den Hafen der Ehe einzuschiffen - allerdings nicht mit ihr. Und nun? Rein in die rosa Babyelefantenhose und rauf aufs Sofa! Um Charlotte auf andere Gedanken zu bringen, drückt Freundin Trine ihr Sohnemann Finn aufs Auge. Als es bei einem Zoobesuch zu einem Beinahe-Unfall kommt, steht Charlotte der alleinerziehende Eric als Retter in der Not zur Seite. Weil der jedoch glaubt, Charlotte sei Finns Mutter, geht der Schlamassel erst richtig los ...

Meine Meinung:

Ich habe heute Nacht mit dem Buch angefangen und hatte nach 1,5 Stunden schon die Hälfte durch. Daraus kann man schließen, dass es sehr leichte Kost ist, was aber nicht schlimm ist, denn es erinnert sehr an Kerstin Giers Bücher und die mag ich sehr.

Charlotte steht auf einmal ohne Job da. Als sie ihren immer-mal-wieder Mann, den sie mittlerweile seit zehn Jahren kennt, trifft, teilt dieser ihr mit, dass er sich verlobt hat und dass sie sich nie wieder treffen  können. Charlys Freundinnen sind entweder schwanger oder gerade auf Erfolgskurs und ihre in der Weltgeschichte rumziehende Mutter will heiraten. Charlotte fängt an, sich in ihr Schneckenhaus zurück zu ziehen und gibt sich auf. Als sie auf Finn,  den "Terrorkeks" ihrer Freundin aufpassen soll, lernt sie Eric kennen. Und wie es immer ist in solchen Büchern reiht sich ein Missverständnis an das andere....

Ich habe mich sehr gewundert, weil ich dachte, da kommt ein seichtes und unlustiges Buch daher.  Ich würde tatsächlich sagen, dass der Humor dem von Kerstin Gier sehr ähnlich ist. Das Buch ist aus Charlottes Sicht geschrieben, so dass man ihre wirklich komischen Gedanken lesen kann. Sie nimmt sich und ihre Umwelt oft gedanklich aufs Korn. Die Story an sich ist sehr vorhersehbar und unspektakulär, aber nett. Erwähnenswert  fand ich das Daumenkino im Buch in Form eines Pinguins.

Fazit: Es ist genau das richtige Buch für einen verregneten Sommer- (oder Winter-) Tag. Von mir gibt es die volle Punktzahl. 

Montag, 18. Juni 2012

Zorn.... oder Reinfall?


368 Seiten
ISBN: 978-3596193059
8,99 Euro

Klappentext:

»Es dauerte drei Stunden, bis sie den Verstand verlor, und weitere zwei, bis sie endlich sterben durfte.«
Hauptkommissar Claudius Zorn und sein Kollege, der dicke Schröder, haben seit Jahren in keinem Mordfall mehr ermittelt. Aber nun überstürzen sich die Ereignisse: zwei Morde in kürzester Zeit – blutig, brutal, unerklärlich. Warum gibt ein Killer seinem Opfer Schmerzmittel, bevor er es quält? Zorn ist ratlos, Schröder schon mitten drin in den Ermittlungen. Und der Mörder hat noch nicht genug … 

Meine Meinung:

Der Klappentext klang sehr interessant, das Cover hätte man schöner gestalten können. So mein erster Eindruck des Buches. Leider konnte mich der Inhalt nicht überzeugen.

Mir hat von Anfang an schon nicht gefallen, dass es in dem Dorf anscheinend nur zwei Polizisten gibt. Zorn, der zu nichts Lust hat, weder auf seinen Job, noch auf andere Menschen und der dauernd mürrisch ist. Zwischendurch hatte er  ein paar amüsante Gedanken, aber das war es auch schon. Dann gibt es noch Schröder, genannt "der dicke Schröder". Er ist übereifrig, scheint den Job seines Chefs Zorn mit übernehmen zu wollen und vergöttert diesen. Kein Krimi, den ich kenne, lebt davon, dass zwei Ermittler einen Fall auflösen. Noch dazu eine Konstellation, die einfach nicht zu ertragen ist. Diese Gegensätze - mürrisch und extrem gut drauf - haben mich sehr genervt. Dazu ist das Buch auch noch unglaublich langweilig geschrieben.  Wenn der Kriminalfall noch packend geschrieben wäre, hätte ich es mir vielleicht mit der Bewertung auch noch anders überlegt.

Auf meiner Ausgabe ist ein Auflkeber "Der neue deutsche Krimi-Bestseller! Unbedingt lesen!" Ich kann nur davon abraten. 

Sonntag, 17. Juni 2012

Finding Sky


464 Seiten
ISBN: 978-3423760478
19,95 Euro

Klappentext:
Zed Benedict umgibt ein Geheimnis. Mit seiner Arroganz, seiner Unnahbarkeit, seinem Zorn schüchtert er alle ein: Lehrer, Mitschüler. Auch Sky, die sich, allerdings heimlich, stark zu dem unverschämt gut aussehenden Jungen hingezogen fühlt. Doch dann hört sie plötzlich seine Stimme in ihrem Kopf ... und er versteht ihre gedachte Antwort! Als Zed daraufhin behauptet, Sky sei sein Seelenspiegel, sein ideales Gegenstück und ein Savant wie er, ein Mensch mit einer übernatürlichen Gabe, glaubt Sky ihm kein Wort. Und will ihm nicht glauben – denn tief in ihr drinnen rührt sich eine Fähigkeit, vor der sie eine Höllenangst hat ...

Meine Meinung:
Momentan wird der Büchermarkt wohl von Büchern überschwemmt, die immer in Schulen spielen und immer ist einer der Hauptdarsteller jemand mit besonderen Gaben. Ob das die Nachwirkungen von "Twilight" sind? Mir hat der Klappentext gut gefallen und das Cover noch mehr, also habe ich es gelesen. Obwohl die Story manchmal etwas seltsam ist, hat es mir wirklich gut gefallen. Aber dazu später mehr.

Sky - sie kennt ihren richtigen Namen nicht - wurde mit sechs Jahren ausgesetzt und im Alter von zehn von Sally und Simon, einem Künstlerehepaar, adoptiert. Nachdem die beiden  sie endlich dazu bekommen haben, dass sie wieder spricht und vor allem vertraut, ziehen sie für ein Jahr in die USA. Als Sky Zed zum ersten Mal sieht, ist sie völlig fasziniert. Er ist umgeben von einer bösen Aura und benimmt sich anderen Menschen gegenüber völlig respektlos. Nachdem sie ihn näher kennengelernt hat, weiss sie auch warum. Zed ist, genau wie Sky auch, ein Savant. Jeder Savant hat eine andere Stärke, aber alle können sich telepathisch miteinander verständigen. Dann wird Sky entführt und zwar von einem der schlimmsten Schurken der USA, gegen die Zads Familie für das FBI bisher nur mit mäßigem Erfolg vorgegangen ist. Wie erwartet entwickelt sich eine Liebesgeschichte zwischen Sky und Zed.

Grundsätzlich hat mir das Buch sehr gut gefallen. Mich hat nur gestört, dass Zed sich innerhalb von ein paar Seiten vom Kotzbrocken zum Traummann entwickelt hat. Warum das so ist, wird im Buch erklärt, aber es ging mir trotzdem zu schnell. Dass das FBI daran glaubt, dass es Savants gibt, fand ich auch sehr seltsam, aber gut, das ist in diesen Romanen einfach so. Dieses Buch ist auf jeden Fall sehr gut um dem stressigen Arbeitsalltag zu entfliehen, denn man kann es einfach so weg lesen und muss nicht viel nachdenken.
Der zweite Teil "Saving Phoenix" erscheint am 1.11.2012 und ich werde ihn wohl auch auf jeden Fall lesen, denn die Charaktere sind mir doch sehr ans Herz gewachsen. Vor allem die Familie Benedict.

Von mir gibt es die volle Punktzahl für die rundum gelungene Unterhaltung.

Sonntag, 3. Juni 2012

Kuuuuuchen

Heute war Backtag angesagt. Ich muss auf der Arbeit noch Kuchen ausgeben, weil ich Geburtstag hatte. Nun sitze ich schon seit vier Uhr in der Küche mit dem Laptop und bewache den Kuchen im Ofen.

Als erstes gab habe ich Pfirsichkuchen gebacken. Das Rezept habe ich wie immer von Chefkoch: http://www.chefkoch.de/rezepte/1739791282936083/Alex-Ruck-Zuck-Kuchen.html Da ich schon einen Apfelkuchen geplant habe und viele Leute keinen Rhabarber mögen, habe ich mich für frische Pfirsiche entschieden. Ich bin sehr gespannt, ob der schmeckt. Er sieht jedenfalls gut aus.

Dann habe ich einen Apfelkuchen gemacht. Mein Lieblingsrezept, dass ich immer wieder abwandele. Diesmal habe ich die Äpfel zum Teil in kleine Stücke geschnitten und zum Teil geraspelt und mit in den Teig gegeben. Hier ist das - ebenfalls schnelle und vor allem sehr sehr leckere Rezept: http://www.bloggitt.de/gebloggitt20.html

Und als letztes gibt es Käsekuchen. Ich selbst mag den nur bedingt gern, aber das Rezept hat mir gut gefallen: http://www.chefkoch.de/rezepte/597201159362343/Schneller-Kaesekuchen.html Der Kuchen ist noch im Ofen, sieht aber ebenfalls schon gut aus.

Und Cheffe hat sich selbst gemachtes Brot gewünscht (eigentlich hab ich ihn gefragt, ob ich das mal wieder machen soll). Auch dort variiere ich immer mal mit Nüssen oder mit Sojaflocken oder was auch immer. Mit Aufräumen ist das ein Aufwand von 5 Minuten: http://www.chefkoch.de/rezepte/116481049185488/3-Minuten-Brot.html

Ich hätte gern auch Fotos eingestellt, aber meine Kamera hat keinen Strom mehr. Also müsst ihr es selbst ausprobieren ;-)

Samstag, 26. Mai 2012

Game of Trones 1 (erste Hälfte)


1087 KB / 545 Seiten
ASIN: B004OVEY4O
11,99 Euro

Klappentext:

Eddard Stark, der Herr von Winterfell, wird an den Hof seines Königs gerufen, um diesem als Berater und Vertrauter zur Seite zu stehen. Doch Intriganten, Meuchler und skrupellose Adlige scharen sich um den Thron, deren Einflüsterungen der schwache König nichts entgegenzusetzen hat. Während Eddard sich von mächtigen Feinden umringt sieht, steht sein Sohn, der zukünftige Herrscher des Nordens, einer uralten finsteren Macht gegenüber. Die Zukunft des Reiches hängt von den Herren von Winterfell ab!

Meine Meinung:

Eigentlich habe ich das Buch nur angefangen, weil ich die Serie "Game of Thrones" sehen möchte und man mir sagte, dass es doch sehr hilfreich wäre, erst die Bücher zu lesen. Man sagte mir, dass die erste Staffel den eigentlich ersten Teil, also den ersten und zweiten Teil der deutschen Ausgabe beinhalten.

Ich bin wirklich beeindruckt von diesem tollen Buch und habe mich jeden Abend, wenn ich den Reader ausgeschaltet habe, darauf gefreut, noch viele weitere Bände mit diesen tollen Menschen verbringen zu dürfen. Am meisten beeindruckt hat mich Eddard "Ned" Stark, der Hüter des Nordens. Er lebt mit seiner Frau und seinen Kindern in Winterfell. Als sein Kindheitsfreund, der jetzige König Robert, ihn bittet als seine rechte Hand mit zu ihm zu kommen, lässt er sich aus Liebe zu seinem Freund dazu überreden. Leider ist Robert nicht mehr der, der er als junger Mann war. Er lebt ein lasterhaftes Leben und überlässt seinen Amtsmännern das Regieren. Unterdessen wird ein Mordanschlag auf Eddards Sohn Bram verübt, weil er beim Klettern über die Mauern von Winterfell etwas mitbekommen hat, was nicht für seine Ohren bestimmt war. Eddards Frau Catelyn reist auf eigene Faust zum König um herauszufinden, wer ihren Sohn töten wollte. Zahlreiche Nebenschauplätze und noch mehr Personen kommen in dem Buch vor, was es für mich erschwert hat, alle Handlungen sofort zuordnen zu können. Die Intrigen gegen die jeweiligen Häuser und deren Familien haben mich teilweise auch verwirrt, so dass ich wirklich langsam lesen musste.

Gut gefallen hat mir die Sicht der verschiedenen Personen auf das Geschehen, denn jedes Kapitel wird von einer anderen Person erzählt. Martin beschreibt die Personen und auch die Handlungsorte so genau, dass man es förmlich vor sich sehen kann. Jetzt kann ich nur noch ganz schnell den zweiten Teil "Das Erbe von Winterfell" zu lesen um dann endlich die Serie sehen zu können. Schade, dass ich erst jetzt darauf gekommen bin, diese wunderbare Serie zu lesen. 

Sonntag, 20. Mai 2012

Als die schwarzen Feen kamen


448 Seiten
ISBN: 978-3570401477
12,99 Euro

Klappentext:

Als ein gefährlicher Schwarm schwarzer Feen Marie bedroht und alle, denen sie nahesteht, in Gefahr bringt, gibt es nur einen, der ihr helfen kann: Gabriel, der mysteriöse Junge, der die dunklen Wesen zu sehen vermag, die sich in den Schatten der Menschen verbergen. Doch als Marie sich entschließt, Gabriels Hilfe zu suchen, haben die schwarzen Feen die Grenze zu unserer Welt bereits durchbrochen...

Meine Meinung:

Was für ein tolles Buch. Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich fast durchgehend Seite für Seite verschlinge und einfach nur froh war, dass Wochenende ist und ich keine unnötigen Pausen einlegen musste.

Marie hat als Kind mit ihrem Vater ihre eigene Fantasiewelt erschaffen, in der sie mit ihm viele schöne Stunden verbracht hat. Als er stirbt, entstehen durch ihre bösen Gedanken fiese schwarze Feen, die versuchen, sie zu nutzen um in die reale Welt zu kommen. Dies klappt als allererstes bei Maries Mutter, die plötzlich nur noch im Bett liegt und auf nichts reagiert. Schließlich landet Maries Mutter im Krankenhaus und weitere Menschen werden von den Feen befallen, allerdings ohne dass irgendjemand ahnt, was wirklich geschieht. Zeitgleich lernt Marie den an der Schule bei den Mädchen heiß begehrten Gabriel kennen.  Als er ihr von den schwarzen Feen erzählt und dass er die Schatten der Menschen sehen kann, die sich von bösen Gedanken nähren, glaubt sie ihm erst nicht. Schließlich treten sie gemeinsam den Kampf gegen die bösen Feen an.

Mir hat richtig gut  gefallen, dass jeder Mensch einen Schatten hat, ähnlich den Daemonen in "His Dark Materials" von Philip Pullman, nur dass diese unentdeckt von Menschen existieren und nur Gabriel sie sehen kann. Er fühlt sich ungeliebt, weil seine streng gläubigen Eltern aufgrund seiner Fähigkeit Angst vor ihm haben, wird aber von seinen Mitschülern als etwas besonderes angesehen, vor allem von den Mädchen. Marie ist anfangs ein normaler Teenager, der  im Laufe des Buches merkt, dass alles was ihr vorher wichtig war eigentlich überhaupt nicht wichtig ist.

Marie und Gabriel werden so lebensnah beschrieben, dass man meint, man wäre bei der Jagd auf die bösen Feen dabei. Das heruntergekommene Abbild der wunderschönen Obsidianstadt, die Marie sich mit ihrem Vater erdacht hat, ist sehr düster beschrieben. Das ganze Buch ist auf eine Art düster, sobald aber Marie und Gabriel zusammen sind, erscheinen immer wieder Lichtblicke im Geschehen.

Ein ganz tolles Buch, dass ich jedem Fantasyleser wärmstens ans Herz legen möchte. Ich hoffe sehr, dass wir von Anika Beer mehr lesen werden. 

Freitag, 18. Mai 2012

Ich bin der Herr deiner Angst....


576 Seiten
ISBN: 978-3499258695
9,99 Euro

Klappentext (von amazon):

«In unserem Job bekommt man eine Menge Tote zu sehen. Das Bild aber, das sich uns hinter der Tür im ‹Fleurs du Mal› bot, wird mich bis an das Ende meines Lebens begleiten. Viele unserer Leichen sehen so aus, als würden sie schlafen. Das war hier nicht der Fall.» Ein in jeder Hinsicht verstörender Mord führt die Ermittler Jörg Albrecht und Hannah Friedrichs ins Hamburger Rotlichtviertel: Das Opfer war ein Kollege, und es wird nicht das letzte sein. Die Taten nehmen an Grausamkeit zu. Und alle haben sie mit den dunkelsten Geheimnissen der Opfer zu tun, ihrer größten Angst. Irgendwann keimt in Albrecht eine Erinnerung: Der Traumfänger-Fall. Seit dreißig Jahren schlummert er in den Akten. Seit dreißig Jahren sitzt der Täter in der Psychiatrie. Wie es scheint, hat der Alptraum gerade erst begonnen...

Meine Meinung:

Ein geistesgestörter Psychologe, ein schuldbeladener Ermittler und immer mehr Tote aus dessen Ermittlerteam. Was hat dies alles mit dem Herrn der Angst zu tun?

Jörg Albrecht ist der Ermittler in einem Fall, in dem nach und nach seine Mitarbeiter auf unterschiedlichste grausame Weise sterben. Als er sich an den Fall des Traumfängers erinnert, ist es fast zu spät.  Der Traumfänger hat vor 24 Jahren seine Opfer deren schlimmsten Ängsten ausgesetzt und die meisten sind daran gestorben. Viel mehr möchte ich auch eigentlich vom Inhalt nicht verraten, weil es einfach viel zu viel Spannung nehmen könnte.

Trotz relativ langer Kapitel war das Buch sehr spannend, da es aus verschiedenen Perspektiven geschrieben wurde, zum großen Teil aus Sicht von Jörg Albrecht und seiner Ermittlerin Hannah Friedrichs. Der Täter durfte in kurzen Kapiteln seine Sichtweise darstellen, blieb aber fast bis zum Ende unerkannt. Der Autor hat die Darsteller sehr lebendig geschrieben, so dass man keinen Moment das Gefühl hatte, dass dies nur eine erfundene Geschichte ist. Ich konnte stellenweise gar nicht aufhören zu lesen. Besonders gefallen hat mir der Epilog nach der Lösung des Falles, da kurz beschrieben wurde, wie die betroffenen Personen mit dem Erlebten umgegangen sind.

Es ist ein sehr spannendes Buch, das sich für alle Fans des Thrillers meiner Meinung nach lohnt. 

Sonntag, 6. Mai 2012

Blanche - Der Erzdämon


1231 KB / 200 Seiten
ASIN: B007RGB6KS
8,99 Euro

Klappentext (von amazon):

Es ist nicht einfach, bei einem Profikiller aufzuwachsen, der seine Seele an den Teufel verkauft hat. Doch als Blanches väterlicher Mentor stirbt, muss sie beweisen was in ihr steckt. Sie wird vom Erzdämon Beliar aufgesucht, der von ihr verlangt, dass sie die Schulden ihres Mentors bezahlt, denn dieser ist nach seinem Ableben nicht wie verabredet in der Hölle erschienen. Beliar übt eine starke erotische Anziehungskraft auf sie aus, und als sich der Dämon in sie verliebt, wird es kompliziert. Um Blanches Vertrauen zu gewinnen, wendet sich Beliar gegen Saetan und nimmt den Kampf mit dessen Höllenfürsten auf, während Blanche ihre eigene Schlacht schlagen muss. Die Welt, die sie kannte, existiert nicht länger, und sie muss sich entscheiden, ob sie leben, oder untergehen will. Ob sie aufgibt, oder sich ihren Gefühlen für den Dämon stellt.

Meine Meinung:

Schon nach einer Seite war ich von dem Buch gefangen und habe es an einem Tag gelesen, obwohl es letztendlich völlig anders war, als ich es mir vorgestellt habe.

Blanche ist in einem Kinderheim aufgewachsen, in dem sie von den Schwestern dort geschlagen und gequält wurde. Als sie nach ihrer Flucht auch noch ihren Freund Andrej verliert, gewinnt sie einen Mentor - Wayne. Wayne ist ihr väterlicher Freund, der ihr das Kämpfen beibringt. Für ihn ist es am wichtigsten, dass Blanche immer in der Lage ist, sich selbst zu verteidigen. Als auch Wayne stirbt, droht ihre Welt zusammenzubrechen. Schließlich lernt sie Beliar, einen Erzdämon, kennen und ist gezwungen ihm zu vertrauen und mit ihm zusammen in eine viel gefährlichere Schlacht zu ziehen.

Dieses Buch ist einfach toll. Mir gefällt der Schreibstil sehr gut, teilweise mit richtig schönen Beschreibungen, dann wieder mit derben Sprüchen oder Flüchen. Auch wenn sich das jetzt nicht so anhört, das war für mich die gelungene Mischung. Die Charaktere, vor allem Beliar, sind so lebendig beschrieben, dass man meint, sie persönlich zu kennen. Blanche fand ich teilweise etwas verwirrend, weil sie für ein junges Mädchen sehr hart ist, aber mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt. Vor allem auch, weil nach und nach immer mehr von ihrem Leben erzählt wurde und man nachvollziehen konnte, warum sie ist wie sie ist. Anfangs war mir die gesamte Handlung  sehr unverständlich, aber je mehr ich gelesen habe, desto mehr haben sich die Fragezeichen in Luft aufgelöst. Ich kann das Buch zu hundert Prozent weiter empfehlen!

Abschließend kann ich sagen, ich freue mich sehr, dass es der erste Teil einer Trilogie ist und dass der zweite Teil schon im Herbst 2012 erscheint. 

Mittwoch, 2. Mai 2012

Schon wieder ein Reinfall :-(


480 Seiten
ISBN: 978-3423213417
9,95 Euro

Klappentext:

Peter Grant ist frischgebackener Police Constable, als man ihm einen unerwarteten Karrierevorschlag macht: Er soll Zauberlehrling werden, der erste in England seit fünfzig Jahren. Jetzt muss er sich mit einem Nest von Vampiren in Purley herumschlagen, einen Waffenstillstand zwischen Themsegott und Themsegöttin aushandeln, Leichen in Covent Garden ausgraben.... Alles ziemlich anstrengend. Und der Papierkram!

Meine Meinung:

Ich habe mich total auf das Buch gefreut, der Inhalt hörte sich gut an und das Cover gefällt mir auch sehr gut. Beworben wird das Buch mit einem erwachsenen Harry Potter und da ich gerade diese Reihe total gern gelesen habe, war ich gespannt. Und wurde total enttäuscht.

Ich muss zugeben, dass ich nur ca 100 Seiten gelesen habe und völlig genervt bin von der gezwungenen Witzigkeit. Der Erzählstil des Autors, der übrigens aus der Sicht von Peter Grant schreibt, hat mich total genervt, obwohl ich gern Bücher aus der Ich-Perspektive lese.

Leider kann ich nicht viel mehr zu dem Buch sagen, ausser, dass ich es überhaupt nicht empfehlen kann. Ich denke, wenn nicht mit Harry Potter geworben worden wäre, wäre ich mit anderen Erwartungen an das Buch gegangen.  

Donnerstag, 26. April 2012

Schlaflose Nächte....


448 Seiten
ISBN: 978-3548284354
14,99 Euro

Klappentext:

Ein kleiner Junge beobachtet einen grausamen Mord. Und er vergisst. Dreißig Jahre lang. Bis seine Freundin in die Hände eines gefährlichen Psychopathen gerät. Nur wenn er sich erinnert, kann er sie retten. Doch das bringt ihn in tödliche Gefahr.

Meine Meinung:

Ich habe den Namen Marc Raabe vorher noch nie gehört  und habe befürchtet, dass es wieder ein mittelmäßiger, total vorhersehbarer Thriller wird. Statt dessen habe ich jeden Abend wie eine Irre Seite um Seite gelesen und konnte einfach nicht aufhören, bis mir die Augen zugefallen sind.

Gabriel arbeitet bei einer Sicherheitsfirma und wird zu einem Einsatz gerufen, der seine seit Kindheitstagen bestehende Angst weckt. Er muss in einen Keller gehen und dort eine Alarmanlage abstellen. Dieser Keller ist es, der etwas in ihm weckt. Gleichzeitig wird seine schwangere Freundin entführt. Gabriel versucht, Liz zu finden, aber der Psychopath zieht ihn immer tiefer in einen Strudel von unvorhersehbaren Ereignissen. Gabriel wird gewalttätig und scheint immer verrückter zu werden. Seine Alpträume kommen wieder und er fängt vermehrt an, sich mit seiner inneren Stimme zu unterhalten. Die Stimme, die ihn davor bewahrt hat, die schreckliche Nacht zu vergessen, in der seine Eltern ums Leben kamen und der er seinen Aufenthalt in der Psychiatrie verdankt. Als er auch noch seinen Bruder, den er dreißig Jahre nicht gesehen hat, in die Sache hineinzieht, überschlagen sich die Ereignisse. Doch Gabriel will nur eins - seine Freundin finden.

Ich war wirklich sehr überrascht von diesem Buch. Es war unglaublich spannend, weil abwechselnd verschiedene Handlungsstränge erzählt wurden. Es wird  Sicht von Liz erzählt, die in einem Keller von dem Psychopathen gefangen gehalten wird, dann aus Sicht von David - Gabriels Bruder - der sich dauernd fragt, warum Gabriel wieder aufgetaucht ist und der sich immer weiter mit in diese verworrene Sache verwickeln lässt. Und natürlich aus Gabriels Sicht, der alles tut um Liz wieder zu finden. Die Kapitel sind sehr kurz gehalten, so dass man dazu verführt wird, immer mehr und mehr Seiten zu lesen. Durch die unvorhersehbaren Ereignisse  bleibt es immer spannend. Die Auflösung von Gabriels Trauma ist nicht wirklich spektakulär und auch das Ende des Buches ist nicht wirklich überraschend. Aber da der Autor die Spannung immer wieder aufbaut, haben mich diese beiden Punkte überhaupt nicht gestört.

Ich kann für alle Fans des Psychothrillers eine hundertprozentige Kaufempfehlung aussprechen. Ihr werdet schlaflose Nächte haben. 

Sonntag, 22. April 2012

Mal etwas Fantasy.....


400 Seiten / 609 KB
ASIN: B005YWLP4O
8,49 Euro

Klappentext:

Ein verschneiter Gasthof im hohen Norden: Havald, ein Krieger aus dem Reich Letasan, kehrt in dem abgeschiedenen Wirtshaus »Zum Hammerkopf« ein. Auch die undurchsichtige Magierin Leandra verschlägt es hierher. Die beiden ahnen nicht, dass sich unter dem Gasthof uralte Kraftlinien kreuzen. Als der eisige Winter das Gebäude vollständig von der Außenwelt abschneidet, bricht Entsetzen aus: Ein blutiger Mord deutet darauf hin, dass im Verborgenen eine Bestie lauert. Doch wem können Havald und Leandra trauen? Die Spuren führen in das sagenhafte untergegangene Reich Askir ? Ein sensationelles Debüt mit einer intensiven, beklemmenden Atmosphäre, die in der Fantasy ihresgleichen sucht.

Meine Meinung:

Das war mein erster richtiger Fantasy-Roman seit langem. Ich bin wohl etwas aus der Übung, denn die Beschreibung der Wesen hat mich etwas überfordert.

Havald und Leandra treffen sich in einem Gasthof, in dem sie unvermutet eingeschneit werden. Aber wie sie später herausfinden sind der Sturm und die Kälte nicht natürlichen Ursprungs. Als der erste Knecht des Wirts von einem Werwolf getötet wird und der zweite erst einmal spurlos verschwindet, bemerken die beiden, dass es etwas mit der Magie auf sich haben muss, die sich unter dem Gasthof bündelt.

Die Sprache des Buches hat mir unglaublich gut gefallen, da ich mich mit Rollenspielen nicht auskenne, muss ich einfach glauben, dass es die Sprache der Rollenspieler ist. Etwas seltsam fand ich, dass Leandra als Elfe und Havard, der schon sehr betagt ist, eine Beziehung eingehen. Warum dies im Buch nicht komisch rüber kommt, wird im letzten Drittel erklärt.

Die Atmosphäre bleibt bis fast zum Schluss düster und bedrohlich. Das war mit ein Grund, weshalb ich das Buch bis zum Ende gelesen habe und nicht zeitgleich ein anderes angefangen habe. Die Sichtweise wird von Havard erzählt, was mir besonders gut gefallen hat. Endlich mal ein Buch, bei dem nicht der allwissende Erzähler irgendetwas vorwegnimmt.

Es hat sich gelohnt, ich werde auch den zweiten Teil lesen, mir aber damit etwas Zeit lassen. Ich mag eher die Fantasy, die sich parallel zu unserer Welt abspielt. 

Samstag, 21. April 2012

Putzmuffel oder Putzteufel?

Leifheit Clean Twist System


Gerade eben habe ich innerhalb von gefühlten fünf Sekunden unsere Küche gewischt. Tatsächlich hat es wohl nicht länger als fünf Minuten gedauert und ich habe nicht mal geschwitzt oder mich irgendwie angestrengt. Selten war ich so begeistert von einem Haushaltsutensil wie mit dem Leifheit Clean Twist System.

Wie es dazu kam: Während unserer Umzugsphase vor zwei Monaten kam mein Mann mit den Worten "Schatz, ich habe dir was Schönes mitgebracht" nach Hause. Anfangs dachte ich, der Gute wäre jetzt jenseits von Gut und Böse. Aber, ich muss zugeben, er hat Recht gehabt. Nachdem wir mit dem Vileda System mit diesen Troddeln mehr oder weniger reingefallen sind, kann ich nur sagen, mit dem Leifheit-System muss man sich wirklich nicht bücken.

Anfangs fiel es mir etwas schwer, den Wischer richtig "einzufädeln", aber spätestens nach dem dritten Mal weiß man genau wie es geht. Man pröckelt also den Wischer in den Aufsatz, nachdem man ihn erst mal kräftig in das Wasser getaucht hat, dann drückt man den Besenstiel entweder drei Mal (bei Fliesen) oder sechs Mal (bei Laminat und Parkett) herunter und kann den Wischer ganz einfach wieder raus nehmen. Auf den Boden legen und runter drücken, dann rastet er ein und man kann fröhlich loswischen. Wenn man mit dem Fuß auf den kleinen Hebel drückt, geht die Sperre tatsächlich raus (anders als bei all den anderen Wischsystemen, die ich kenne) und man kann wieder beim Eintauchen des Wischers ins Wasser beginnen.

Leider muss ich zugeben, dass ich durch das Leifheitsystem vom Putzmuffel zum Putzteufel geworden bin. Es geht einfach so herrlich schnell und ohne Anstrengung, einmal kurz durchwischen, fertig.

Ich finde den Preis zwar etwas übertrieben (wir haben ca. 50 Euro bezahlt), aber der geringere Zeitaufwand macht das wieder wett.

Für alle Putzmuffel, die ihre Wohnung wieder in den Griff bekommen wollen, kann ich nur eine unbedingte Kaufempfehlung aussprechen. Ihr werdet ganz schnell Spass am Putzen haben.

Rote Beete mit Kokosmilch

Heute hat mich irgendwie die Lust auf Kokosmilch erfasst. Nach einigem Suchen bei Chefkoch habe ich schließlich dieses Rezept entdeckt:

Rote Beete mit Kokosmilch

Und das Beste daran ist, dass es auch kalt total lecker schmeckt, das habe ich soeben noch getestet....

Himmelstal


427 Seiten
ISBN: 978-3458175308
14,99 Euro

Klappentext:

Als Daniel seinen Zwillingsbruder Max in der Kurklinik Himmelstal besucht, ist er von der Alpenidylle so angetan, dass er beschließt, seinen Aufenthalt zu verlängern. Aber Max geht auf Reisen und für Daniel beginnt ein gefährliches Verwechslungsspiel. Was Ruhe und Beschaulichkeit versprach, entpuppt sich als ein Kampf auf Leben und Tod.

Meine Meinung:

Tja, so ganz genau weiss ich nicht, was ich von dem Buch halten soll. Eigentlich habe ich es nur in einem durch gelesen, weil ich Zeit hatte und es endlich hinter mir haben wollte. Andererseits waren doch ein paar spannende Stellen dabei.

Daniel erhält einen Brief von seinem Zwillingsbruder Max, in dem dieser ihn bittet, ihn in Himmelstal zu besuchen. Kaum dort angekommen, eröffnet ihm Max, dass er für ein paar Tage verreisen muss und Daniel an seiner Stelle in dort bleiben soll. Es soll ein Rollentausch für drei bis vier Tage werden.  Als Max auch nach fünf Tagen nicht aufgetaucht ist, setzt sich Daniel das erste Mal damit auseinander, wo er gelandet ist. Der Ort wirkt idyllisch und beschaulich und wurde ihm von Max als Kurklinik verkauft. Aber Himmelstal ist etwas ganz anderes, das bemerkt Daniel aber erst, als er sich in Lebensgefahr befindet.

Die Idee des Buches hat mir richtig gut gefallen, allerdings  habe ich auf viel mehr Psychospielchen gesetzt, daher plätscherte das Buch bis auf ein paar Ausnahmen einfach so vor sich hin. Ich konnte keine Beziehung  zu den Charakteren aufbauen, sie waren da und das war es auch schon. Die Sprache der Autorin war zeitweise etwas hölzern, was mich aber nicht wirklich gestört hat.

Alles in allem ein Buch, das man schnell weg lesen kann, aber mit Sicherheit auch genauso schnell wieder vergisst.