Sonntag, 21. Oktober 2012


Töchter des Mondes - Cate (1) - Jessica Spotswood
363 Seiten
ISBN: 978-3863960247
17,99 Euro

Klappentext:

Cate und ihre Schwestern Maura und Tess sind Hexen. Niemand darf davon erfahren, denn Hexen drohen Verbannung und Tod. Die Gefahr, aufzufliegen, lastet schwer auf Cate. Vor allem seit Finn aufgetaucht ist, dieser Junge mit den Zimtsommersprossen und dem kupferroten zerzausten Haar. Verzweifelt sucht Cate nach einem Ausweg und stößt im Tagebuch ihrer toten Mutter auf eine rätselhafte Prophezeiung, die besagt, dass drei Schwestern mit magischen Kräften die Hexen zurück an die Macht führen werden. Handelt es sich dabei um Cate, Maura und Tess?

Meine Meinung:

Ich lese wirklich gern Jugendromane und auch gern mit einer Handlung über Hexen, aber dieses Buch hat mich überhaupt nicht überzeugt. Zugegeben, ich habe nur etwa 60 Seiten gelesen und danach abgebrochen, aber ich mich interessiert weder, warum die drei Schwestern in Gefahr schweben, noch wie sie aus der Gefahr heraus kommen.

Tess und Maura hexen ständig heimlich, ihre ältere Schwester Cate versucht dies zu verhindern. Als dann auch noch eine Gouvernante eingestellt wird, hat sie erst recht Angst, dass ihre wahre Identität ans Licht kommt. Denn niemand, nicht mal ihr eigener Vater weiß, dass die drei Hexen sind. Das hat die verstorbene Mutter so gewollt, denn die Bruderschaft bekämpft die Hexen, weil sie nach deren Aussagen böse und verdorben sind. Soweit hört sich die Geschichte sehr interessant an, finde ich. Leider konnte die Autorin mich überhaupt nicht fesseln. Ich weiß nicht, ob es an dem einfachen Erzählstil lag oder einfach am Inhalt.

Ich kann leider keine Kaufempfehlung geben. 

Samstag, 20. Oktober 2012

Langenscheidt IQ Spanisch



Langenscheid IQ Spanisch
ISBN: 978-3468801037
189,00 Euro

Meine Meinung:

Ich habe schon seit langem nach einem Sprachkurs für Spanisch gesucht, der mich nicht dazu bringt, nach kurzer Zeit aus Langeweile wieder aufzuhören. Vor Jahren habe ich bei der VHS Finnisch gelernt und war total begeistert, weil die Lehrerin dort überwiegend auf Finnisch unterrichtet hat. Leider ist es bei den herkömmlichen Kursen meist so, dass alles auf Deutsch erklärt wird und dann die Übungen folgen. Bei diesem Lernprogramm ist es anders. Zumindest in einigen Übungen. Dort heißt es zum Beispiel, dass man sich Worte anhören soll und von den einem schon bekannten Sprachen die Bedeutung ableiten soll. Das klappt gut. Oder es wird nach einer kurzen schriftlichen Erklärung auf Deutsch nur noch Spanisch geredet. Das schult das Ohr.

Üblicherweise beginnt man damit, dass man den Lernmanager im Internet aufruft und erst mal angibt, welche Art zu lernen einem wichtig ist. In meinem Fall ist es so, dass ich gerne verstehen und sprechen möchte und nicht so viel Wert auf die Schreibweise lege und nicht mehr als zwei Stunden in der Woche investieren möchte. Ausserdem kann man angeben, welche Lernmittel man nutzen möchte, beispielsweise App, Buch, Headset und CD. Oder nur einen Teil davon. Die Bedienung des Lernmanagers ist ganz einfach und selbsterklärend. Danach kann man schon loslegen.

Ich habe als erstes das erste Kapitel durchgearbeitet. Dazu gehört eine Hörlektion (über das mitgelieferte Headset), die mit Vokabeln des Kapitels beginnt. Dann werden einige Aufgaben gestellt, die man entweder frei bearbeiten muss oder während des Hörens zu dem gesprochenen Text. Durch das bebilderte Buch sind die Inhalte gut zu verstehen.

Nachdem ich die Lernsoftware installiert habe, habe ich sofort begonnen, die Sprachspiele zu spielen. Es beginnt mit dem Vocab Flow, der meiner Meinung nach überflüssig ist. Es werden Worte und ein der Bedeutung entsprechendes Bild eingeblendet und von einem Muttersprachler vorgelesen. Da es sehr viele Vokabeln sind, dauert es ewig, bis alle Vokabeln vorgestellt werden und man hat die ersten schon wieder vergessen bevor der Durchgang beendet ist. Danach folgen die Spiele Jah Jong, On Air , Brain Teaser, Chat, Fan Tan, Bubbles, Studio, Ping Pong und Talk Show. Die Anwendung des jeweiligen Spiels wird vorher auf Deutsch erklärt, dann folgt alles andere auf Spanisch. Wenn man, wie ich, ein ungeübter Spanischhörer ist, fällt es einem  erst mal schwer, aber nach und nach lernt man, die Worte zu verstehen und man merkt, dass man immer weniger Fehler macht. Die erreichten Punkte werden nach beenden der Lernsoftware automatisch an  den Lernmanager übertragen. So kann man sich den eigenen Lernerfolg direkt ansehen. Am Ende eines jeden Kapitels kann man über das Internet einen Test machen. Falls man diesen nicht bestehen sollte, schlägt einem der Lernmanager Wiederholungslektionen vor.

Ich habe jetzt zwei Wochen lang mit dem Lernprogramm gearbeitet und stelle täglich fest, dass ich immer wieder bei irgendwelchen täglichen Handlungen spanische Worte im Kopf habe. Also scheint der Kurs was zu bringen. Ich bin von der Vorgehensweise des Programms wirklich begeistert, weil es einfach Spaß macht nicht nur trockene Theorie durchzukauen, sondern auch mitzuarbeiten. Ich habe noch nicht ausprobiert, ob es klappt, das Mikrofon des Headsets zu benutzen, da ich sprachlich noch nicht so weit bin und daher die Aussprache auch noch nicht beherrsche. In einigen Spielen gibt es aber die Möglichkeit auch aktiv zu sprechen.

Gut hat mir auch noch gefallen, dass man zwei Online-Trainerstunden mit dem Paket bekommen hat. Dazu muss man aber ein bestimmtes Kapitel abgeschlossen haben.

Alles in allem bin ich total begeistert und frage mich, warum ich auf der Suche nach einem Sprachkurs nicht auf Langenscheidt IQ gestoßen bin. Wahrscheinlich hätte mich aber der hohe Preis abgeschreckt, den ich nach diesem Test aber absolut nachvollziehen kann und auch gerechtfertigt finde.

Sonntag, 7. Oktober 2012

Final Cut




Final Cut - Veit Etzold
6  Audio CDs
ISBN: 978-3785746141
10,99 Euro

Klappentext:

Du hast 438 Freunde auf Facebook. Und einen Feind. Die Freunde sind virtuell, der Feind ist real. Er wird Dich suchen. Er wird Dich finden. Er wird Dich töten. Du hast 438 Freunde auf Facebook. Und keiner wird etwas merken. Ein Killer, der wie ein Computervirus agiert: unsichtbar und allgegenwärtig. Er nennt sich der Namenlose, und seine Taten versetzen ganz Berlin in Angst und Schrecken. Hauptkommissarin Clara Vidalis und ihr Team sind in der Abteilung für Pathopsychologie ohnehin schon für die schweren Fälle zuständig, aber die Vorgehensweise dieses Verbrechers raubt selbst ihnen den Atem. Perfide und genial, lenkt er die Ermittler stets auf die falsche Fährte. Und erst allmählich begreift die Kommissarin, dass der Namenlose sein grausames Spiel nicht mit der Polizei spielen will, sondern nur mit einem Menschen: mit ihr, Clara Vidalis. Während die Ermittler noch verzweifelt versuchen, die Identität des Killers aufzudecken, startet der Medienmogul Albert Torino eine neue Casting-Show. Und es gibt jemanden, der diese Show für seine eigenen, brutalen Zwecke nutzen wird: der Namenlose.

Meine Meinung:

Den Namen Veit Etzold hatte ich vorher noch nie gehört, aber ich lese gern neue Autoren und habe dadurch schon sehr viele tolle Bücher - in diesem Fall Hörbücher - kennengelernt. So auch in diesem Fall. Die Geschichte an sich ist nicht so wirklich spektakulär, aber die Sprecherin, deren glühende Verehrerin ich bin, hat einiges rausgerissen. Franziska Pigulla schafft es einfach, den Inhalt mitreißend zu erzählen.

Zum Inhalt des Buches möchte ich eigentlich nicht allzuviel sagen, denn der Klappentext verrät schon sehr viel. Es geht um eine bestimmte Anzahl Menschen, die ermordet wurden, deren Ermordung aber nicht bemerkt wurde. Wie das geschehen kann? Der Namenlose hackt sich beispielsweise in den Facebook Account des Opfers ein und gaukelt allen vor, dass das Opfer im Ausland ist, die Telefonleitungen nicht stabil sind und daher telefonieren unmöglich ist. Aber Facebook Nachrichten funktionieren und werden auch fleißig genutzt.  So hat er es geschafft, die Menschen , die er getötet hat, noch lange Zeit weiterleben zu lassen. Die Ermittlerin Clara Vidalis weiß nicht, wie viele Menschen der Namenlose auf dem Gewissen hat, geschweige denn, wer er ist. Sie macht sich also auf die Suche und wird selbst mit in den Sumpf gezogen. Was Clara Vidalis mit dem Namenlosen verbindet, müsst ihr aber selbst heraus finden.

Die Geschichte wird auf der einen Seite aus Sicht von Clara Vidalis erzählt, auf der anderen Seite aus Sicht des Namenlosen. Man erfährt einiges über seine Kindheit und warum er zum Namenlosen wurde. Der Autor hat sich ein paar nette Sachen ausgedacht, wie der Namenlose die Menschen überlistet und ich musste darüber nachdenken, dass es in der heutigen Welt wohl wirklich bei manchen Menschen nicht auffallen würde, wenn sie ausschließlich online existieren würden.  

Ich weiß nicht, ob mir das Hörbuch auch als Buch gefallen hätte, aber ich habe noch einen weiteren Thriller von Veit Etzold hier liegen, und zwar "Spiel des Lebens". Spätestens dann werde ich merken, ob es an einer sich mal wieder selbst übertreffenden Franziska Pigulla lag oder an dem Autor.

Bis dahin kann ich das Hörbuch aber auf jeden Fall empfehlen. 

Das Kind - ab 18.10.2012 im Kino

Als vor vier Jahren das Buch "Das Kind" von Sebastian Fitzek erschien, hätte wohl niemand von uns gedacht, dass diese Geschichte irgendwann einmal in einem Kino gezeigt werden wird. In elf Tagen ist es aber endlich soweit. Leider nur in auserwählten Kinos u. a. im UCI in Bochum.

Und darum geht es (Klappentext):

 »Als er diesem ungewöhnlichen Treffen zugestimmt hatte, wusste er nicht, dass er damit eine Verabredung mit dem Tod einging …« Strafverteidiger Robert Stern ist wie vor den Kopf geschlagen, als er sieht, wer der geheimnisvolle Mandant ist, der ihn auf einem abgelegenen Industriegelände treffen wollte: Simon, ein zehnjähriger Junge, zerbrechlich, todkrank – und fest überzeugt, in einem früheren Leben ein Mörder gewesen zu sein. Doch Roberts Verblüffung wandelt sich in Entsetzen, als er in jenem Keller, den Simon beschreibt, tatsächlich menschliche Überreste findet: ein Skelett, der Schädel mit einer Axt gespalten. Robert ahnt noch nicht, dass von nun an der Tod sein ständiger Begleiter sein wird …


Wenn ihr rausfinden wollt, in welchem Kino "Das Kind" läuft, braucht ihr nur auf das unten abgebildete Cover klicken, dann erscheinen alle wichtigen Informationen.

Samstag, 6. Oktober 2012

Hypnose


400 Seiten
ISBN: 978-3453436367
8,99 Euro

Klappentext:

Ein eiskalter Mord im Freundeskreis. Die Journalistin Inka Mayer hat Zweifel am Geständnis ihrer Freundin Annabel. Inka hegt den Verdacht, dass Annabel das Opfer eines Hypnose-Experiments ist, das in der Klinik ihres Schwagers an ahnungslosen Patienten durchgeführt wird. Bei ihm ist auch Inka in Behandlung. Oder ist Hypnose so harmlos, wie er sie glauben machen will? irgendwer hat es scheinbar auch auf die Journalistin abgesehen. Ein Spiel um freien Willen, Wirklichkeit und Paranoia beginnt. Ein Spiel auf Leben und Tod.

Meine Meinung:

Bisher habe ich jedes Buch von Sina Beerwald gelesen oder gehört und da durfte das neue Buch nicht fehlen. So ganz konnte ich mir nicht vorstellen, wie sie den Sprung von historischen Romanen zum Thriller schaffen wollte, aber "Hypnose" hat mich überzeugt, dass das möglich ist. Die ersten dreißig Seiten plätscherten eher etwas daher bis plötzlich  der Mord an Jannis geschieht. Von da an konnte ich nicht aufhören zu lesen.

Inka Mayer, die Hauptperson dieses Buches, hat vor einem halben Jahr ihr Baby direkt nach der Geburt verloren und wurde dadurch total aus der Bahn geworfen. Als es ihr wieder besser geht, gibt sie eine Party um ihren Freunden zu zeigen, dass sie wieder da ist und es ihr wieder gut geht. Am Morgen nach der Party stellt sich raus, dass ihre Freundin Annabel ihren Freund Jannis umgebracht hat. Undenkbar für Inka, denn die beiden hatten große Pläne für die Zukunft und hatten auf der Party erst ihre Verlobung und die baldige Auswanderung nach Griechenland verkündet. Inka kommt das alles seltsam vor, also fängt sie an zu forschen, denn sie kann nicht glauben, dass Annabel Jannis umgebracht hat, obwohl diese ein Teilgeständnis abgelegt hat.

Sina Beerwald  hat es spannend gemacht. Ein mörderisches Spiel mit einem Brief, in dem steht, dass sie "tiefer graben muss", wenn sie die Wahrheit wissen will, der Polizei aber nichts sagen darf. Inka findet beispielsweise den Teddy ihres verstorbenen Kindes mit einem Messer im Bauch im Gartenschuppen, ihre Freundin Rebecca sieht diesen Teddy auch, allerdings nicht die Person, die Inka gesehen haben will. Inkas Mann Peter ist überzeugt, dass Inka unter Halluzinationen leidet und wirkt dadurch selbst verdächtig. Denn seit seit der Geburt des Kindes hält er sich von ihr fern oder ist es der Arzt, der die Hypnose bei ihr durchführt?

Dieses Buch ist so anders als all seine Vorgänger, hat  den Test aber eindeutig bestanden. Man leidet mit Inka mit, weiss selbst auch nicht mehr, was Wahrheit und was Fiktion ist und wer überhaupt Freund oder Feind ist. Genauso muss ein Thriller sein. Die Lösung wurde immer mal durch Überlegungen von Inka angeschnitten, wieder fallen gelassen und dann wieder erwähnt. Das Ende ist daher zwar nicht wirklich überraschend, passt aber total gut ins Bild.

Ich kann das Buch allen Thrillerfans wärmstens empfehlen,  schon allein deshalb, weil es der Auftakt einer Thrillerserie ist und man von Anfang an dabei ist. Nehmt euch nur ein wenig Zeit, denn wenn ihr die ersten dreißig Seiten hinter euch habt, wollt ihr immer nur weiter lesen.